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Strafrecht , 17.10.2016

Geldstrafe für Promibilder in einer Zeitschrift

Geldstrafe für Promibilder in einer Zeitschrift © Jürgen Fälchle - Fotolia

Eine Journalistin muss 3.000 Euro Geldstrafe zahlen, weil sie Bilder von der Ehefrau eines Moderators ohne deren Einwilligung in einer Zeitschrift veröffentlichte. Das Amtsgericht München sah darin einen Verstoß gegen das Kunsturhebergesetz.

Das Amtsgericht München (Aktenzeichen 1116 Cs 115 Js 115315/16) führt in seiner Urteilsbegründung aus, dass nach dem Kunsturhebergesetz Bilder aus der Zeitgeschichte auch ohne Einwilligung des Abgebildeten publiziert werden dürfen, wenn ein allgemeines Interesse an den Bildern besteht. Das ist etwa der Fall bei Sportveranstaltungen oder bei Personen von besonderem öffentlichen Interesse.

Bei der Ehefrau des Moderators, die privat beim Einkaufen war und vermutlich heimlich abgelichtet wurde, handelte es sich nicht um eine Person, die im besonderen Maße im Blickpunkt der Öffentlichkeit steht, entschied das Amtsgericht München.

Letzte Aktualisierung am 2016-10-17 15:13:45.0

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