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Arbeitsrecht , 01.10.2012

Arbeitsvertrag: Tipps für die Basis des Berufslebens; Teil 2

Grundsätzlich sollten im Arbeitsvertrag alle Dinge geregelt werden, die für das spätere Arbeitsverhältnis von Bedeutung sind. Wir haben Ihnen die wichtigsten Punkte im Hinblick auf das Arbeitsrecht zusammengestellt. Wie wird ein wirksamer Arbeitsvertrag abgeschlossen?

Grundsätzlich sollten im Arbeitsvertrag alle Dinge geregelt werden, die für das spätere Arbeitsverhältnis von Bedeutung sind. Wir haben Ihnen die wichtigsten Punkte im Hinblick auf das Arbeitsrecht zusammengestellt.
Wie wird ein wirksamer Arbeitsvertrag abgeschlossen?

1. Form des Arbeitsvertrages
Der Arbeitsvertrag bedarf grundsätzlich keiner Form. Er kann also sowohl mündlich wie auch schriftlich wirksam abgeschlossen werden. Es ist allerdings anzuraten, den Arbeitsvertrag immer schriftlich abzufassen. Kommt es im Laufe des Arbeitsverhältnisses zu Unstimmigkeit über Vereinbarungen, so ist ein schriftlich verfasster Arbeitsvertrag besser durchsetzbar.

2. Inhalt des Arbeitsvertrages
Der Arbeitsvertrag sollte folgenden Punkte beinhalten:

• Name und korrekte Anschrift von Arbeitgeber und Arbeitnehmer
Beachten Sie dabei auch die richtige Rechtsform der neuen Firma, wie z.B. GmbH, KG, AG, etc.

• Beginn des Arbeitsverhältnisses
Vereinbaren Sie den Beginn des Arbeitsverhältnisses. Dies ist insbesondere für Berufswechsler wichtig, um Überschneidungen zu vermeiden.

• Laufzeit des Vertrages:
Es sollte im Arbeitsvertrag bestimmt werden, ob ein befristeter oder ein unbefristeter Vertrag geschlossen wurde.

• Probezeit
Üblicherweise wird insbesondere bei einer Neueinstellung eine Probezeit vereinbart. Im Arbeitsvertrag sollte die Vereinbarung über eine Probezeit am besten wie folgt getroffen werden: Das unbefristete Arbeitsverhältnis beginnt am .... , wovon die ersten sechs Monate als Probezeit vereinbart werden.“

• Aufgabenbeschreibung und Arbeitsort
Den besprochenen Aufgabenbereich sollte mit Stellenbezeichnung und Position im Arbeitsvertrag genau aufgenommen werden. Klären Sie ab, welche Kompetenzen Sie besitzen, ob Sie dafür Vollmachten benötigen und wem Sie weisungsgebunden sind. Damit vermeiden Sie als Mädchen für alles durch das Unternehmen gereicht zu werden.

• Gehalt
Fixieren Sie Ihr Gehalt, einschließlich aller Sonderzuwendungen wie Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld, vermögenswirksame Zusatzleistungen, etc im Arbeitsvertrag. Auch Regelungen über Gehaltserhöhungen, beispielsweise nach der Probezeit, können in der Arbeitsvertrag mitaufgenommen werden. Prüfen Sie, ob auch Rückzahlungsklauseln von Nebenleistungen vereinbart werden.

• Arbeitszeiten
Üblicherweise werden Arbeitszeiten zwischen 38 bis 40 Wochenstunden vereinbart. Legen Sie im Arbeitsvertrag fest, wie Ihre wöchentliche und täglichen Arbeits- und Pausenzeiten aussehen, und ob Sie zu Mehrarbeit verpflichtet sind. Die Vergütung für eventuelle Mehrarbeiten sollte dann ebenfalls geregelt sein.

Urlaub
Der Jahresurlaub richtet sich nach dem Bundesurlaubgesetz. Trotzdem solle der Urlaubsanspruch mit genauer Tagesanzahl auch mit in den Arbeitsvertrag aufgenommen werden. Prüfen Sie, ob es beispielsweise aufgrund von Betriebsferien bestimmte zeitliche Vorgaben gibt, wann Sie Ihren Jahresurlaub nehmen dürfen.

• Kündigung
Grundsätzlich sind die Kündigungsfristen im Gesetz geregelt. Oft wollen Unternehmen aber längere Kündigungsfristen mit ihren Mitarbeitern vereinbaren. Was auf der eine Seite eine größere Sicherheit für den Arbeitgeber darstellt, ist für ihn hinderlich, wenn er seinen Job und das Unternehmen wechseln möchte. Dann kann ihm eine sechsmonatige Kündigungsfrist einen Jobwechsel faktisch unmöglich machen.

• Sondervereinbarungen
Neben den Standards eines Arbeitsvertrages können natürlich noch weitere Vereinbarungen fixiert werden. Hier einige Beispiele:
Umzug: Trägt das Unternehmen Ihre Umzugskosten oder Unterbringungskosten? Erfindungen: Erhalten Sie für innovative Ideen eine Vergütung?
Mobilität: Wird für Ihre Tätigkeit bei Ihnen ein eigenes Auto vorausgesetzt?
Firmenwagen: Erhalten Sie einen Firmenwagen? Wie darf dieser genutzt werden? Wer trägt Benzin- und Reparaturkosten? Wie wird dieser steuerlich behandelt?
Fortbildung: Werden Fortbildungsmaßnahmen vereinbart?
Wettbewerbsvereinbarungen. Prüfen Sie bei Wettbewerbsvereinbarungen, ob diese Sie womöglich in Ihrem beruflichen Fortkommen beeinträchtigen.
Nebenjob: Ist dies möglich und wenn ja, in welchem Rahmen?
Verschwiegenheitspflicht: Gilt diese auch noch über die Laufzeit des Vertrages hinaus?


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