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Arztrecht , 08.09.2016

Arzt klärt Patient vor OP unzureichend auf – 6.000 Euro Schmerzensgeld

Ein Arzt muss einem Patienten 6.000 Euro Schmerzensgeld zahlen. Grund: Er versäumte es, diesen vor der Operation, bei der sein Sprunggelenk versteift werden sollte, über eine Pseudoarthrose aufzuklären.

Dies entschied aktuell das Oberlandesgericht Hamm (Aktenzeichen 26 U 203/15). Der betroffene Patient erlitt nach einer Versteifungsoperation des Sprunggelenks eine Pseudoarthrose, die eine Spitzfußstellung verursachte, die operativ entfernt werden musste. Der Patient fühlte sich hinsichtlich der Risiken der Versteifungsoperation vom behandelnden Arzt unzureichend aufgeklärt und verklagte diesen auf Schmerzensgeld.

Zu Recht, so die Hammer Richter. Aufgrund der Beweisaufnahme sei davon auszugehen, dass der Arzt den Patienten nicht über das erhöhte Risiko einer Pseudoarthrose mit der Folge einer Schraubenlockerung informiert habe. Dieses Risiko habe aber zu 14 Prozent bestanden, so dass der Arzt darüber hätte aufklären müssen. Die Schmerzen der Operation sowie das verwirklichte Risiko der Pseudoarthrose rechtfertigten ein Schmerzensgeld in Höhe von 6.000 Euro.

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