Logo anwaltssuche.de

Anwalt Biogasanlage

Hinweis: Wir haben Ihre Suche nach Biogasanlage der Kategorie Anwalt Energierecht zugeordnet.

Bitte Ort anklicken oder erweitertes Suchformular verwenden

A B C D E F G H I K L M N O P R S T U V W Z
Castrop-Rauxel weitere Orte >>>
Taufkirchen Tutzing weitere Orte >>>
Zorneding weitere Orte >>>

Biogasanlage: Genehmigung, Betrieb, Kosten, Erträge - Was sagt das Gesetz?

Biogasanlagen haben wichtige Vorteile

Im Rahmen der Förderung erneuerbarer Energien hat sich auch die Erzeugung von Strom aus Biogas zu einer lukrativen Einnahmequelle entwickelt. Das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) garantiert hohe Einspeisevergütungen für derart erzeugten Strom. Sie reichen aus, um Biogas zur inzwischen zweitwichtigsten regenerativen Energiequelle in Deutschland zu machen - mit derzeit mehr als 7.600 Anlagen. Großer Vorteil: Im spannenden Puzzle der Energieerzeugungsmöglichkeiten nehmen diese Anlagen deshalb eine besonders wichtige Stellung ein, weil sie Strom unabhängig von Wetterbedingungen und Standorten produzieren können, dezentral, dauerhaft und fast unbegrenzt. Sie sind „grundlastfähig“ - können also auch dann Energie erzeugen, wenn andere Erzeugungsmethoden gerade nicht zur Verfügung stehen.

Biogasanlagen sind nicht unproblematisch

Windparks, Biogasanlagen, Solarfelder etc. sind sichtbare Begleiter im Bemühen um eine umweltverträgliche Stromerzeugung. Sie gefallen nicht jedem. Biogas-Strom stammt zum großen Teil aus Pflanzen („Biomasse“) oder tierischen Exkrementen. Die Energie-Gewinnung aus tierischen Exkrementen setzt eine (Massen-) Tierhaltung entsprechender Größe voraus, mitsamt ihren begleitenden Problemen. Die Energiegewinnung aus Pflanzen benötigt eine agrarindustriell erzeugte Biomassen-Menge, die in der Regel endlose Monokulturen mit sich bringt. Landwirte werden zu Stromproduzenten: Der Anbau so genannter Energiepflanzen ist unter Umständen sehr viel lohnender als der Anbau von Nahrungsmitteln. Derart gewonnener grüner Strom scheint manchen teuer erkauft.

Wer Biostrom herstellen möchte, muss das Gesetz kennen

Planer und Betreiber von Biogas-Anlagen sehen sich einer Reihe von kaum zu durchblickenden Gesetzen und Verordnungen gegenüber, die zudem aus unterschiedlichsten Rechtsbereichen stammen. Bereits die Genehmigung einer Anlage erfordert Fachwissen; sie orientiert sich am Baugesetz des Bundes bzw. der Länder und hängt zudem von weiteren Kriterien ab, z.B. davon, wie groß die Anlage werden soll. Relevante Größenkriterien: das Lagervolumen der Güllebehälter, die Menge eingespeisten Stromes, die Wärmeleistung des Heizkraftwerkes usw. Überschreitet die Anlage eine gewisse Größe, kann eine Genehmigung nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG ) notwendig sein. In diesem Falle gelten zusätzlich die strengen Anforderungen von TA Luft (die „Technische Anleitung Luft“ setzt Emissionsgrenzwerte fest) und TA Lärm (die „Technische Anleitung Lärm“ gibt Grenzen für die Lärmentwicklung solcher Anlagen vor). Der Erbauer einer Biogas-Anlage muss außerdem alle einzelnen Anlagen-Module und Nebeneinrichtungen genehmigen lassen. Die Biogaserzeugung selbst unterliegt ebenfalls besonderen Regelungen, etwa der Bioabfallverordnung, dem Kreislaufwirtschaftsgesetz, der Düngemittelverordnung, der Biomasseverordnung usw., um nur einige zu nennen. Diese Aufzählung ist bei weitem nicht erschöpfend; die genannten Gesetze und Verordnungen haben vor allem den Schutz von Umwelt und Natur im Fokus.

Biogasanlage – lohnt sie noch?

Betreiber einer (genehmigten) Biogasanlage erhalten eine gesetzlich festgelegte Mindestvergütung für die Energie, die sie erzeugen. Die Höhe der Vergütung wird durch das EEG geregelt. Vergütungen sind für verschiedene Technologien bei der Erzeugung regenerativer Energien unterschiedlich hoch; Solarstrom wird anders vergütet als Strom aus Biogasanlagen. Wegen der steigenden Kosten der Energiewende wurde die Förderung der Energieerzeugung bei regenerativen Energien generell gekürzt. Durch diese politische Entscheidung hat sich der Anfangsboom beim Bau von Biogas-Anlagen deutlich abgeschwächt. Es werden weniger neue Anlagen projektiert; für die alten besteht allerdings nach wie vor eine Abnahme-Garantie. Wer eine neue plant, muss mit spitzem Bleistift rechnen.

Biogasanlagen sind ohne Fachwissen kaum zu planen

Die umfangreichen gesetzlichen Bestimmungen, die für Bau und Planung von Biogasanlagen bestehen, setzen zwingend Spezialkenntnisse voraus. Eine gründliche juristische Beratung sollte Teil dieser Planung sein. Nicht zu unterschätzen sind die Widerspruchsmöglichkeiten etwaiger betroffener Anwohner gegen den Anlagenbau aus immissionsschutzrechtlichen oder baurechtlichen Gründen. Die Beratung durch einen versierten Anwalt für Energierecht ist in jedem Fall anzuraten. Bei uns finden Sie einen Anwalt für Energierecht ganz in Ihrer Nähe.

Letzte Aktualisierung am 2017-05-03

Was?
Wo?
Das könnte Sie auch interessieren
Der Einsatz und die Förderung erneuerbarer Energien ist ein Thema, das großen Konsens bei den Bürgern findet. Problematisch wird es wie immer dann, wenn man selbst betroffen ist: durch die Projektierung von Windkraft- oder Solaranlagen, durch die neue Stromtrasse, durch Mais-Monokulturen bis zum Horizont. Wer persönlich betroffen ist, hat das Recht, sich zur Wehr zu setzen. (vom 16.06.2017) mehr...
Die goldenen Zeiten sind vorbei. Solaranlagen werden nur noch mit einem Bruchteil der ursprünglichen Einspeisevergütung gefördert. Als Investitionsmodell haben sie daher ausgedient. Sie können allerdings dann lohnen wenn der erzeugte Strom (zum Teil) selbst verbraucht wird. (vom 03.05.2017) mehr...
Dass einem Anleger das Risiko einer Anlage klar gemacht wird, ist Aufgabe und Pflicht des Beraters. Klärt er den Anleger darüber nicht oder nur unzureichend auf, kann er haftbar gemacht und ggf. zu Schadenersatz verdonnert werden. (vom 14.09.2016) mehr...
Das Immissionsschutzgesetz soll dafür sorgen, dass Schadstoffe nicht in die Umwelt gelangen, sondern wesentlich eingedämmt oder ganz vermieden werden. Immissionsschutz bezieht sich nicht nur auf die Luftreinheit, sondern auch auf die Eingrenzung von Lärm, Gerüchen, Staub, Strahlung und anderen Verunreinigungen. (vom 09.03.2017) mehr...
Obwohl Presse wie Verbraucherverbände seit Jahren vor windigen Investitionsmodellen warnen, fallen private und sogar institutionelle Anleger (die es eigentlich wissen müssten) nach wie vor auf organisierten Investitionsbetrug herein. Wehren zwecklos? (vom 25.01.2016) mehr...
Energiegewinnung, Energieanlagen, Energielieferung - der gesamte Bereich der Energiewirtschaft wird durch das Energierecht geregelt. Seine wichtigsten Rechtsnormen finden sich im Energiewirtschaftsgesetz, dem EnWG. (vom 31.05.2016) mehr...
Im Landwirtschaftsrecht geht es um mehr als die ertragsreiche Bewirtschaftung von Ackerflächen. Landwirte sind heutzutage wahre Manager. Rechtliche Fragen tangieren meist verschiedene Rechtsbereiche gleichzeitig und sind deshalb bei einem Anwalt mit Schwerpunkt Landwirtschaftsrecht gut aufgehoben. (vom 24.11.2015) mehr...
Entgegen landläufiger Meinung darf ein Carport nicht einfach überall genehmigungsfrei errichtet werden. Man hat vielmehr die örtlichen Gegebenheiten und Vorschriften zu beachten. Die können sich regional stark unterscheiden. Wichtig ist z.B. der Bebauungsplan. (vom 04.10.2016) mehr...
Wer eine Veranstaltung zu organisieren hat (und sei es nur eine kleine), sollte die Rechtsfragen, die sie begleiten, nicht auf die leichte Schulter nehmen. Besonders öffentliche Veranstaltungen oder Veranstaltungen im öffentlichen Raum unterliegen weit gehenden Bestimmungen und Anforderungen. (vom 13.09.2017) mehr...
Wer eine bauliche Anlage anders als für ihren ursprünglich vorgesehenen Zweck nutzt, muss dies bei der zuständigen Baubehörde genehmigen lassen. Was im Sinne des Baurechts eine Nutzungsänderung darstellt, kann überraschen. (vom 12.02.2016) mehr...
Expertentipps zu Biogasanlage
Kein Jägerlatein: Urteile rund um die Jagd! © Andrey Popov - Fotolia
Kategorie: Anwalt Versicherungsrecht 2015-03-03 (536 mal gelesen)

Zurzeit rufen die Jäger zur Fuchsjagd auf. Aber auch anders Wild wird noch gejagt - Nicht immer ohne Konfrontation mit dem Gesetz!

Stern Stern Stern Stern grau Stern grau 3.870967741935484 / 5 (31 Bewertungen)
Kategorie: Anwalt Strafrecht Götz Klinkenberg 2014-02-14 (909 mal gelesen)

Gerade Benzodiazepine und künstlich erzeugte Cannabinoide (auch Legal Highs genannt: künstlich erzeugtes Cannabis, das chemisch stets etwas abweicht, in der Wirkung aber meist stärker ist als natürliches) werden in jüngster Zeit immer beliebter und relevanter. Bei den Benzodiazepinen geht es meist um Diazepam. Dieser Wirkstoff ist auch in Valium enthalten. Die Cannabinoide werden meist als Kräutermischung oder Badesalz bezeichnet. Tatsächlich überschwemmen immer neue Varianten den Markt. Dieses hat seinen Grund darin, dass immer neue Cannabinoide verboten werden und deshalb legaler Nachschub beschafft wird.

Stern Stern Stern Stern grau Stern grau 3.975 / 5 (40 Bewertungen)
Kategorie: Anwalt Mietrecht 2011-09-22 (328 mal gelesen)

Am 1. November 2011 tritt die neue Trinkwasserverordnung in Kraft. Für Vermieter von Mehrfamilienhäusern mit einer zentralen Anlage zur Bereitung von Warmwasser bedeutet dies, dass das Wasser in solchen Anlagen jährlich auf Legionellen untersucht werden muss. Die Untersuchung koste bei einem Haus mit acht Parteien voraussichtlich etwa 200 Euro pro Jahr. Als Teil der Betriebskosten könnten diese Aufwendungen grundsätzlich auf die Mieter umgelegt werden.

Stern Stern Stern Stern Stern grau 4.157894736842105 / 5 (19 Bewertungen)
Kategorie: Anwalt Verwaltungsrecht 2011-11-08 (338 mal gelesen)

Seit dem 01.11.11 sind Vermieter von Mehrfamilienhäusern zu jährlichen Legionellentests verpflichtet, wenn in ihren Häusern Trinkwasser zentral erwärmt wird. Derartige Anlagen müssen umgehend den zuständigen Gesundheitsämtern gemeldet werden. Die Untersuchung koste bei einem Haus mit acht Wohnungen voraussichtlich etwa 200 Euro pro Jahr. Als Teil der Betriebskosten könnten diese Aufwendungen grundsätzlich auf die Mieter umgelegt werden.

Stern Stern Stern Stern Stern grau 4.05 / 5 (20 Bewertungen)
Kategorie: Anwalt Wirtschaftsrecht 2008-10-27 (740 mal gelesen)

Aktuelle Informationen zu Schadensersatzansprüchen gegen Finanzberater, Banken, Vermittler, etc.

Stern Stern Stern Stern Stern grau 4.052631578947368 / 5 (38 Bewertungen)
Kategorie: Anwalt Immobilienrecht GKS Rechtsanwälte 2014-09-23 (979 mal gelesen)

Immer wieder kommt es vor, dass Nachbarn so genannte "bauliche Anlagen" (beispielsweise eine hohe Garage) ohne Genehmigung zu nah an einer Grundstücksgrenze bauen. Dies bietet nicht nur einen unschönen Anblick, sondern kann beispielsweise für andere Anwohner ungünstigen Schattenwurf nach sich ziehen. Welchen Abstand solche Bauwerke tatsächlich zum Nachbargrundstück haben müssen, ist in den "Landesbauordnungen" geregelt.

Stern Stern Stern Stern grau Stern grau 3.7872340425531914 / 5 (47 Bewertungen)
Kategorie: Anwalt Wirtschaftsrecht Renate Winter 2009-05-29 (463 mal gelesen)

DG Fonds 34 – Bedeutende Entscheidung des OLG Frankfurt vom 13.05.2009

Stern Stern Stern Stern grau Stern grau 3.6818181818181817 / 5 (22 Bewertungen)
Kategorie: Anwalt Wirtschaftsrecht 2008-01-16 (104 mal gelesen)

Aktien gehörten im vergangenen Jahr wieder einmal zu den rentabelsten Geld-anlagen. Wer am ersten Handelstag 2007 deutsche Standardaktien (DAX-Werte) kaufte, konnte sein Geld bis Anfang 2008 im Schnitt um rund 20 % vermehren.

Stern Stern Stern Stern Stern grau 4.25 / 5 (4 Bewertungen)
Kategorie: Anwalt Bankrecht/Kapitalmarktrecht Siegfried Reulein 2017-01-20 (195 mal gelesen)

Geschädigte Anleger der Crassus-Germanum-Gruppe haben in den vergangenen Tagen Post vom Amtsgericht Coburg erhalten. Sie werden aufgefordert, Stellung zu einem Prozesskostenhilfeantrag des Insolvenzverwalters der Firma CG Service & Verwaltung GmbH, einem Unternehmen der Crassus-Germanum-Gruppe, zu nehmen, welchen dieser parallel mit dem Antrag auf Durchführung eines Mahnverfahrens beim Amtsgericht Coburg eingereicht hat.

Stern Stern Stern Stern Stern grau 4.222222222222222 / 5 (18 Bewertungen)
Kategorie: Anwalt Verkehrsrecht 2014-02-11 (459 mal gelesen)

Der Halter eines Wohnmobils trägt die Verantwortung dafür, dass die gesetzlichen Pflichtprüftermine eingehalten werden. Nach einer aktuellen Gerichtsentscheidung müssen Wohnmobile mit einer zulässigen Gesamtmasse von mehr als 3,5 Tonnen und bis zu 7,5 Tonnen spätestens sechs Jahre nach ihrer Erstzulassung jährlich zur Hauptuntersuchung.

Stern Stern Stern Stern Stern grau 4.12 / 5 (25 Bewertungen)
Weitere Expertentipps