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Arztrecht , 05.04.2016

Laser-Haarentfernung bei Frauen – Krankenkasse muss nicht zahlen!

Frauen, die sich ihre Körperbehaarung mittels einer Laserbehandlung entfernen lassen, haben keinen Anspruch auf Kostenübernahme durch ihre Krankenkasse. Dies geht aus einem aktuellen Urteil des Landessozialgerichts Rheinland-Pfalz hervor.

Laser-Haarentfernung wegen starker Gesichtsbehaarung


Im zu entscheidenden Fall litt eine Frau unter einer männlichen Körperbehaarung, insbesondere unter starkem Haarwuchs im Gesicht. Ihr Frauenarzt bescheinigte den enormen Leidensdruck der Frau. Die Patientin beantragte bei ihrer Krankenkasse daraufhin die Kostenübernahme für eine Haarentfernung durch eine Laser-Epilation. Diese erkannte zwar die Haarentfernung als notwendig an, allerdings nicht mittels einer Laserbehandlung, sondern über eine Elektrokoagulation, da eine dauerhafte Haarentfernung mittels Laserbehandlung noch nicht ausreichend nachgewiesen sei. Die Patientin trug ausweislich eines ärztlichen Attestes vor, dass sie aufgrund eines erhöhtenThromboserisikos eine herkömmliche Hormontherapie nicht durchgeführt könne.

Laser-Epilation keine anerkannte Behandlungsmethode


Die gegen diese Entscheidung gerichtete Klage der Frau hatte keinen Erfolg. Das Landessozialgericht Rheinland-Pfalz (Aktenzeichen L 5 KR 226/15) bewertete die Laser-Epilation als neue Behandlungsmethode, zu der es noch keine positive Stellungnahme des Gemeinsamen Bundesausschusses gibt. Da es sich hier nicht um eine lebensbedrohliche Erkrankung handelte, liege auch kein Ausnahmefall vor, bei dem eine neue Behandlungsmethode auch ohne positive Stellungnahme des Gemeinsamen Bundesausschusses durchgeführt und von der Krankenkasse übernommen werden muss, so die Sozialrichter.



Letzte Aktualisierung am 2016-06-06 11:56:47.0

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