Mangelhafte Handwerker-Arbeit

Werkvertragsrecht: Mangelhafte Handwerker-Arbeit: Nachbesserung schriftlich einfordern

Stellt sich nach der Beauftragung eines Handwerkers heraus, dass die Arbeit mangelhaft ist, sollte ihm ohne weiteres schriftlich eine Frist zur Nachbesserung gesetzt werden. Man sollte sofort eine Frist von zwei Wochen setzen, so die Verbraucherzentrale Hamburg. Alles andere ist nutzloser Aufwand. Die Aufforderung sollte zwecks Nachweis als Einschreiben mit Rückschein verschickt werden. Nach Verstreichen der Frist oder Misslingen der Nachbesserung, kann der Auftraggeber vom Vertrag zurücktreten. Da gezahlte Entgelt bekommt der Auftraggeber zurückerstattet.

Wichtig: Handwerkerleistungen müssen ohnehin grundsätzlich erst bei Erfolg und nach der Abnahme gezahlt werden. Vorkasse und die von Handwerkern oft gesetzten Zahlungsfristen sind rechtswidrig. Die erste Nachbesserung ist in jedem Fall kostenlos. Zudem gelten auf Handwerkerleistungen zwei Jahre Gewährleistung, wurden die Arbeiten an einem Bauwerk durchgeführt, sind es sogar fünf Jahre.

Nach dem erfolglosen Verstreichen der Frist hat der Auftraggeber noch mehrere Möglichkeiten: Er kann die Arbeit selbst oder von einem anderen Unternehmer ausführen oder beenden lassen. Die Kosten können dann dem ursprünglichen Handwerker in Rechnung gestellt werden. Der Auftraggeber kann die Arbeit im Großen und Ganzen auch akzeptieren und den Preis mindern. Zusätzlich ist es möglich, Schadensersatz - beispielsweise für eigenen Arbeitsausfall - zu verlangen. Schadensersatz kann aber nur geltend gemacht werden, wenn der Auftraggeber noch nicht vom Vertrag zurückgetreten ist.

(Meldung vom 18-Apr-2005)

[vom 14.05.2007]

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