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Mietrecht , 11.10.2012

Mieterhöhung: Die zehn häufigsten Fehler der Vermieter!

Mieter fürchten sie wie Schüler einen blauen Brief: die Mieterhöhung! Die Miete von freifinanzierten Wohnungen darf im laufenden Mietverhältnis auf die ortsübliche Vergleichsmiete angepasst werden. Nicht selten werden aber beim Mieterhöhungsverlangen Fehler gemacht, die letztlich zur Unwirksamkeit der Mieterhöhung führen. Hier erfahren Sie die zehn typischsten Fehler eines Mieterhöhungsverlangen:

Mieter fürchten sie wie Schüler einen blauen Brief: die Mieterhöhung! Die Miete von freifinanzierten Wohnungen darf im laufenden Mietverhältnis auf die ortsübliche Vergleichsmiete angepasst werden. Nicht selten werden aber beim Mieterhöhungsverlangen Fehler gemacht, die letztlich zur Unwirksamkeit der Mieterhöhung führen. Hier erfahren Sie die zehn typischsten Fehler eines Mieterhöhungsverlangen:

1. Mieterhöhung lässt Absender nicht erkennen oder es werden nicht alle Vermieter als Absender benannt

Erforderlich ist weiterhin, dass sich alle Vermieter an alle Mieter wenden. Ist ein Ehepaar Vermieter, so müssen beide die Erklärung abgeben und als Absender erkennbar sein. Gibt eine Bevollmächtigter des Vermieters die Erklärung ab, wie etwa der Hausverwalter oder der Rechtsanwalt, so muss dessen Vollmacht im Original dem Mieterhöhungsschreiben beigefügt sein.


2. Mieterhöhung ist nicht an alle Mieter gerichtet

Bei Ehepartnern oder Wohnungsgemeinschaften als Mieter müssen diese jeweils einzeln angeschrieben werden.

3. Jahressperrfrist nicht eingehalten
Die Miete soll laut Gesetz 15 Monate unverändert bleiben. Und die Miete darf erst ein Jahr nach der letzten Mieterhöhung erneut erhöht werden. Maßgeblich ist der Zugang des Mieterhöhungsschreibens, nicht das Inkrafttreten der Mieterhöhung.

4. Kappungsgrenze nicht beachtet
Die Mieterhöhung darf bezogen auf einen Zeitraum von drei Jahren 20 Prozent nicht übersteigen (sog. Kappungsgrenze). Damit soll vermieden werden, dass relativ niedrige Mieten auf einen Schlag auf die ortsübliche Vergleichsmiete angehoben werden.


5. Erhöhungsbetrag, bzw. der neue Mietzins wird nicht benannt

Der Vermieter muss in seinem Mieterhöhungsschreiben dem Mieter den Erhöhungsbetrag erkennbar ausweisen und ihm den neuen Mietzins ausdrücklich mitteilen. Lediglich die Aussage „ihre Miete steigt um 1 Prozent …“ reicht für eine wirksame Mieterhöhung nicht aus.

6. Begründung der Mieterhöhung fehlt

In seinem schriftlichen Mieterhöhungsverlangen muss der Vermieter die Gründe für die verlangte Erhöhung der Miete nachvollziehbar angeben werden. Ein Mieterhöhungsverlangen ohne Begründung ist immer unwirksam!



7. Keine Kriterien für die Einordnung in den Mietspiegel genannt

Begründet der Vermieter seine Mieterhöhung mit Hilfe eines Mietspiegels, so muss er dem Mieter auch die Kriterien für die Einordung der Wohnung in den Mietspiegel nachvollziehbar mitteilen.



8. Vergleichswohnungen sind nicht identifizierbar

Der Vermieter muss in seinem Mieterhöhungsverlangen drei Vergleichswohnungen zu entsprechenden Preisen benennen, die der Mieter auch identifizieren kann.

9. Sachverständigengutachten nicht beigefügt

Beruft sich der Vermieter auf ein Sachverständigengutachten bei seiner Mieterhöhung, so muss er dieses dem Mieter auch zur Kenntnisnahme aushändigen.

10. Keine Zustimmung vom Mieter verlangt, sondern nur mitgeteilt: Ihre Miete beträgt nun ....


Die Mieterhöhung kann nur mit der Zustimmung des Mieters erfolgen und nicht einseitig vom Vermieter angeordnet werden. Um die Zustimmung zur Mieterhöhung sollte der Vermieter seinen in seinem Mieterhöhungsschreiben auch ausdrücklich bitten. Die Zustimmung kann aber nicht unbegründet verweigert werden. Hat der Vermieter die vorgenannten Voraussetzungen erfüllt, so muss der Mieter der Erhöhung zustimmen.



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