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Strafrecht , 10.10.2016

Kunsthändler Achenbach erneut wegen Betrugs verurteilt

Der Düsseldorfer Kunsthändler Helge Achenbach ist erneut wegen Betrugs verurteilt worden. Er sitzt bereits eine Gefängnisstrafe von 6 Jahren wegen Betrugs an den Aldi-Erben Albrecht ab. Jetzt fällte der Bundesgerichtshof ein Urteil im Betrugsfall gegenüber dem Unternehmer Bernd Viehof. Achenbach muss ihm wegen überhöhter Provision bei Kunstankäufen rund 1,2 Millionen Euro Schadensersatz leisten.

Achenbach betrieb in Düsseldorf einen Kunsthandel mit prominenter Kundschaft. Er versorgte etwa die Aldi-Erben Babette und Berthold Albrecht mit Kunstwerken und Oldtimer. Im Jahr 2014 kassierte er für verdeckte Preisaufschläge im Rahmen seines Kunsthandels eine Haftstrafe von 6 Jahren sowie einen zuleistenden Schadensersatz von rund 19 Millionen Euro.

Jetzt hat der Bundesgerichtshof (Aktenzeichen 4 StR 317/15) sich mit den Betrugsvorwürfen gegenüber dem Unternehmer Bernd Viehof beschäftigt. Achenbach sollte für Viehof Ausschau nach hochwertiger Kunst und Oldtimer Ausschau halten und günstige Preise erzielen. Vereinbart war, dass der Kunsthändler nach Zustimmung von Viehof das betreffende Kunststück erwerben und dann an den Unternehmer weitergeben sollte. Dafür sollte Achenbach eine Provision erhalten, die sich anhand des Einkaufspreises errechnete. Der Kunsthändler machte hinsichtlich der Einkaufspreise falsche Angaben gegenüber seinem Auftraggeber und kassierte ein überhöhte Provision ab. Der Bundesgerichtshof hat in 16 Fällen die Anklage wegen Betrugs bestätigt.
Achenbach befindet sich derzeit in einem Insolvenzverfahren.

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