Logo anwaltssuche.de
Familienrecht , 03.02.2009

Scheidungsvereinbarung

Scheidungsvereinbarung - der Weg zur nervenschonendsten und kostengünstigsten Scheidung

Einen Antrag auf Scheidung der Ehe sollte am besten erst gestellt werden, wenn alles regelt ist. Im Rahmen einer sog. Scheidungsvereinbarung werden die Folgen der Scheidung gütlich festgelegt. Sie wird daher auch Scheidungsfolgenvereinbarung genannt. Rechtlich ist sie als Ehevertrag einzustufen, der eben nicht vor der Ehe, sondern aus Anlass von Trennung und Scheidung abgeschlossen wird.

Alle Folgen der Scheidung können geregelt werden. Die klassischen Regelungsbereiche sind der Unterhalt, das Vermögen und die Rente. Gerade durch das neue Unterhaltsrecht sollten Frauen bemüht sein, sich einen längeren Unterhaltsanspruch als gesetzlich vorgesehen auszuhandeln. Die Scheidungs-folgenvereinbarung muss zwingend dann von einem Notar beurkundet werden, wobei der Notar selbst nicht beraten darf, da er als ausführendes Organ damit unparteiisch sein muss. Daher ist anwaltliche Hilfe beim Aushandeln der Scheidungsfolgenvereinbarung und bei deren Ausformulierung ratsam. Allzu leicht übersieht man wesentliche Regelungsbereiche oder geht von falschen Voraussetzungen aus.

Werden die Folgen der Scheidung nicht vertraglich geregelt, besteht die Gefahr, dass eine Partei Unterhalt beispielsweise zusammen mit der Scheidung einklagt, wodurch sich der sog. Gegenstandswert und damit die Anwaltskosten und die Gerichtskosten erhöhen. Das normale Scheidungsverfahren besteht nämlich nur aus der Scheidung selbst und der Durchführung des Versorgungsausgleichs (Rente). Andere Folgen der Scheidung regelt das Gericht nur aufgrund eines besonderen Antrags; regeln die Eheleute also alles selbst, ist das Gericht mit diesen Dingen gar nicht erst befasst, sodass sich der Gegenstandswert der Scheidung und damit die Kosten insgesamt entsprechend ermäßigen.


Lesen Sie hier weitere Fachartikel im Themenbereich Ehe & Familie
Hier finden Sie bundesweit Rechtsanwälte für Familienrecht

War dieser Expertentipp für Sie hilfreich?
Eigene Bewertung abgeben: stern_grau stern_grau stern_grau stern_grau stern_grau

4.0 / 5 (8 Bewertungen)
Diese Beiträge könnten Sie interessieren:
Kategorie: Anwalt Familienrecht 25.04.2016
Viele Menschen möchten sich zwar scheiden lassen, vermuten aber immense Scheidungskosten. Dies kann, muss aber nicht der Fall sein. Mit einem guten Experten an der Seite lassen sich meist auch belastende Folgeschäden im Zaum halten.
Kategorie: Anwalt Familienrecht 21.04.2016
Scheidung - per mouseclick - einfach gemacht. Unkompliziert, schnell, günstiger geht nicht. So stellen es Rechtsanwälte und Kanzleien zigfach im Internet dar. Wie funktioniert eine Online-Scheidung und wann stellt sie eine gute Alternative dar?
Kategorie: Anwalt Familienrecht 26.04.2016
Wer sich zur Ehescheidung entschließt, blickt häufig auf eine emotional sehr angespannte Zeit zurück. Viele Menschen haben jetzt nur noch einen Wunsch: Schnell den ganzen Papierkram abwickeln. Doch: Wie geht "sich scheiden lassen" und mit welchen Folgen muss man rechnen?
Kategorie: Anwalt Familienrecht    (319 mal gelesen)

Jede dritte Ehe wird in Deutschland geschieden. Große Verunsicherung herrscht bei den scheidungswilligen Ehepaaren oft hinsichtlich des Ablaufs eines Scheidungsverfahrens. Wir haben Ihnen nachfolgend den rechtlichen Gang einer Scheidung dargestellt.

3.2 / 5 (26 Bewertungen)
Kategorie: Anwalt Familienrecht    (136 mal gelesen)

Jede dritte Ehe wird laut statistischem Bundesamt derzeit in Deutschland geschieden. Eine Ehe kann rechtlich grundsätzlich nur durch eine Scheidung beendet werden. Wir haben Ihnen die Voraussetzungen für eine Ehescheidung zusammengestellt:

3.7 / 5 (7 Bewertungen)
Kategorie: Anwalt Familienrecht    (98 mal gelesen)

In Deutschland werden laut Statistischem Bundesamt in Wiesbaden knapp 40 % der Ehen wieder geschieden. Die Standesbeamten fordern nun, künftig nicht mehr nur die Ehen zu trauen, sondern auch einvernehmliche Scheidungen vornehmen zu dürfen. Das sei nicht nur schneller, sondern auch billiger.

4.0 / 5 (4 Bewertungen)
Kategorie: Anwalt Familienrecht    (83 mal gelesen)

Die Scheidung einer Ehe ist in vielen Fällen nicht nur mit emotionalen, sondern auch mit finanziellen Schwierigkeiten für die Ehepartner verbunden. Anwaltskosten und Gerichtskosten können einen großen finanziellen Aufwand darstellen. Eine gute Nachricht ist daher, dass nach jüngster Rechtsprechung die Kosten einer Ehescheidung in vollem Umfang von der Steuer absetzbar sind.

3.7 / 5 (3 Bewertungen)
Kategorie: Anwalt Wirtschaftsrecht    (57 mal gelesen)

Der Richter spricht Recht, der Staatsanwalt klagt an, der Rechtsanwalt setzt die Interessen seines Mandanten durch. Aber was macht eigentlich ein Notar?

4.0 / 5 (2 Bewertungen)
Kategorie: Anwalt Bankrecht/Kapitalmarktrecht Siegfried Reulein    (295 mal gelesen)

Der BGH hat in einer aktuellen Entscheidung vom 21.01.2016 – III ZR 159/15 – eine Haftung eines beurkundenden Notars bejaht, der seinen Hinweis- und Belehrungspflichten nicht nachgekommen ist. Diese Entscheidung ist insbesondere für Opfer sog. Schrottimmobilien von nicht unerheblicher Bedeutung.

3.8 / 5 (19 Bewertungen)
Kategorie: Anwalt Steuerrecht GKS Rechtsanwälte    (43 mal gelesen)

Viele Rentner werden die Nachricht mit Freude aufgenommen haben: Zum 01.07.2016 steht seit langer Zeit erstmals eine deutliche Erhöhung der Renten in Deutschland an. In den westlichen Bundesländern beträgt diese Rentensteigerung 4,25%. Erscheint die Rentenerhöhung für so manchen Ruheständler zunächst als Glücksfall, so besteht die große Gefahr einer sich schnell anschließenden Hiobsbotschaft: In einer Vielzahl von Fällen wird befürchtet, dass die Rente durch die Steigerung einkommensteuerpflichtig wird. In der Folge müssen Rentner sodann eine Steuererklärung abgeben und gegebenenfalls Nachzahlungen an das Finanzamt leisten. Wir erklären, worauf es bei der möglichen Steuerpflicht im Zusammenhang mit der Rentenerhöhung 2016 ankommt und welche Angebote Rentner nutzen können, um ihr Risiko einzuschätzen.

3.0 / 5 (3 Bewertungen)
Kategorie: Anwalt Steuerrecht    (64 mal gelesen)

Rentner können Zinsen und andere Kapitaleinkünfte über den Sparer-Freibetrag hinaus steuerfrei einnehmen. Voraussetzung ist, das jährliche Einkommen überschreitet nicht den Betrag von derzeit 7.802 € (Grundfreibetrag 7.664 € zuzüglich Werbungskosten-Pauschbetrag 102 € zuzüglich Sonderausgaben-Pauschbetrag 36 €).

4.0 / 5 (1 Bewertungen)
Kategorie: Anwalt Verwaltungsrecht GKS Rechtsanwälte    (181 mal gelesen)

Bei Landesbeamten in NRW kann gem. § 32 Abs. 1 LBG NRW der Eintritt in den Ruhestand um bis zu drei Jahre hinausgeschoben werden, sofern dienstliche Gründe nicht entgegenstehen.

3.5 / 5 (6 Bewertungen)
Kategorie: Anwalt Erbrecht    (107 mal gelesen)

Eine Erbschaft kann eine schwere Belastung sein, nämlich dann, wenn nicht nur Werte vererbt werden, sondern auch Schulden und Verbindlichkeiten. Ist das Erbe überschuldet, haften die Erben auch mit ihrem Privatvermögen, wenn sie das Erbe antreten. Ein Weg aus dieser Klemme ist die Nachlassinsolvenz.

3.5 / 5 (10 Bewertungen)


Alle Expertentipps zum Ehe & Familie
Suche in Fachbeiträgen