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Strafrecht , 14.08.2017

Strafbarkeit wegen Veröffentlichung von Bildern

Strafbarkeit wegen Veröffentlichung von Bildern © mko - topopt

Fotografiert ein Journalist einen vermeintlichen Ebola-Patienten gegen dessen Willen und übermittelt das Foto einer Redaktion – ohne das er darauf hinweist, dass das Gesicht des Patienten unkenntlich gemacht werden muss – macht er sich strafbar!

Journalist fotografiert vermeintlichen Ebola-Patienten


Dies entschied das Oberlandesgericht Köln (Aktenzeichen ) im Fall eines Fotojournalisten, der im Rahmen einer Fernsehdokumentation über Ebola einen dunkelhäutigen Patienten mit Mundschutz im Aachener Klinikum ohne dessen Zustimmung fotografiert, weil er in dessen Gegenwart das Wort Ebola von den Klinikmitarbeitern aufgeschnappt hatte. Die Ärzte teilten dem Journalisten mit, dass sich der Ebola-Verdacht bei dem Patienten nicht erhärtet habe und er solle das Foto bitte löschen. Ungeachtet dessen bot der Journalist das Foto mehreren Redaktionen an. Es wurde ungepixelt online und in einer Printausgabe publiziert.

Strafbar wegen unbefugtes Verbreiten eines Bildnisses


Das Oberlandesgericht Köln beurteilt das Verhalten des Journalisten als unbefugtes Verbreiten eines Bildnisses, da einer eine Bilddatei ohne diese unkenntlich zu machen an die Redaktionen geschickt hat. Damit habe er das Persönlichkeitsrecht des Patienten verletzt. Dieses strafbare Unrecht müsse der Journalist verantworten. Eine Geldstrafe von 40 Tagessätzen sei daher angemessen, so die Kölner Richter.

Letzte Aktualisierung am 2017-08-14 10:34:08.0

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