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Erbrecht , 21.05.2016

Testament schreiben: Wenn schon, dann richtig!

Zirka 30 Prozent aller Deutschen nehmen das Vererben etwas ernster und genauer als der Rest ihrer Zeitgenossen. Sie hinterlassen ein eigenhändiges Testament, das sie selbst verfasst haben. Doch viele dieser Testamente sind nicht gültig

Viele selbstverfasste Testamente sind ungültig - entweder sie genügen den Formvorschriften nicht oder sie sind derart missverständlich oder mehrdeutig formuliert, dass ein Nachlassgericht sie nicht anerkennen kann.

Häufige Formen der Nachlassregelung


Die am häufigsten gewählten Möglichkeiten, seine Hinterlassenschaft zu regeln:

  • Kein Testament hinterlassen. Sicherlich die am wenigsten aufwändige Methode. In diesem Fall greift die gesetzliche Erbfolge. Ehegatten und Verwandte werden nach einer festgelegten Erbquote bedacht. Hier verzichtet der Vererbende völlig auf jede Gestaltungsmöglichkeit seiner Hinterlassenschaft

  • Ein öffentliches Testament verfassen. Dazu braucht es einen Notar, der das Testament entweder niederschreibt oder eine eigene Schrift (also den letzen Willen) des Erblassers entgegen nimmt.

  • Ein eigenhändiges Testament verfassen: Wer die vorgeschriebenen Formalien beachtet und klar formuliert, kann seine Hinterlassenschaft auf diese Weise regeln.



Testament schreiben: Was spricht dafür?


Es ist einfach zu "errichten". Sie setzen sich hin und schreiben los: mit der eigenen Handschrift, aber bitte lesbar. Kein Diktat, kein Computer, keine Schreibmaschine. In klarer Sprache, denn Interpretationsspielraum darf es keinen geben. Als Zeichen Ihrer Legitimation und als Ausdruck Ihres Willens unterschreiben Sie Ihr eigenhändiges Testament bitte mit Vor- und Nachnamen. Vergessen Sie nicht, Datum, Ort und Zeit des Verfassens hinzuzufügen. Damit sollte den Formalitäten Genüge getan sein.

Kann man ein eigenhändiges Testament ändern?


Bei einem eigenhändigen Testament kommt man ohne Notar aus. Und man kann es leicht und unbürokratisch ändern, sollte dafür ein Anlass bestehen: altes Testament vernichten, neues Testament errichten (bitte wiederum unter Beachtung der Formalien). Allerdings erschöpfen sich die Vorteile damit bereits.

Mehrere Testamente vorhanden?


Ein Testament kann man ohne amtliche Unterstützung erstellen. Man muss es auch nicht in amtliche Verwahrung geben (Nachlassgericht o.ä.), sondern kann es zu Hause in der Schublade lassen. Wichtig: Im Falle des Ablebens sollte aber bekannt sein, wo das Testament zu finden ist.

Mehr Sicherheit durch ein öffentliches Testament beim Notar


Das eigens erstellte Testament ist dafür bekannt, dass es sich bisweilen wundersam vermehrt: Der Erblasser hat seinen letzten Willen mehrere Male geändert, neue Testamente verfasst etc. Er hat aber versäumt, die früheren Verfügungen zu widerrufen bzw. zu vernichten. Doch welches ist nun gültig? In diesem Fall droht Ungemach: Streit unter den Begünstigten, aufwändige Verfahren usw. Mit dem öffentlichen Testament beim Notar oder der amtlichen Verwahrung (Nachlassgericht) kann das kaum passieren.

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