Familienrecht: Grundsätzliches zum Unterhaltsanspruch

Das Unterhaltsrecht bildet den Schwerpunkt in der Praxis des Familienrechts. Es umfasst alle Unterhaltsansprüche aus dem Bereich des Ehegatten- und Verwandtenunterhalts sowie Ansprüche nicht verheirateter Eltern.

Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um:

a. die durch Verwandtschaft begründete Unterhaltspflicht gemäß den §§ 1605ff BGB (Kindes- und Ausbildungsunterhalt), d.h.
den Unterhalt ehelicher und nichtehelicher Kinder gegen die Eltern,
den Unterhalt der Eltern gegen die Kinder,
den Unterhalt der Kinder gegen Großeltern und
sonstige Ersatzansprüche;

b. die durch die Ehe begründete Unterhaltspflicht, die sich unterteilt in Familien-, Trennungs- und nachehelichen Unterhalt;

c. Unterhaltsansprüche der Mutter/des Vaters eines nichtehelichen Kindes aus Anlass der Geburt.


Trotz einer Vielzahl von Besonderheiten jedes einzelnen Unterhaltsanspruchs müssen bei jedem Anspruch folgende Voraussetzungen vorliegen:

1. eine Anspruchsgrundlage,
2. die Bedürftigkeit des Berechtigten,
3. die Leistungsfähigkeit des Verpflichteten.


Kerstin Herms
Rechtsanwältin






[vom 05.03.2012]

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