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Erbrecht , 29.08.2012

Wer erbt was von wem? - Die gesetzliche Erbfolge

Hat ein Verstorbener weder ein Testament noch ein Erbvertrag hinterlassen, dann kommt die gesetzliche Erbfolge zum Zuge. Das Gesetz geht in diesem Fall davon aus, dass der Erblasser sein Vermögen den Menschen vererben möchte, die ihm familiär am nächsten stehen: der Ehegatte, die Kinder und die übrigen Verwandten. Hat der Erblasser per letztwilliger Verfügung nur über einen Teil seines Nachlasses bestimmt, dann gilt für den übrigen Teil auch die gesetzliche Erbfolge.

Hat ein Verstorbener weder ein Testament noch ein Erbvertrag hinterlassen, dann kommt die gesetzliche Erbfolge zum Zuge. Das Gesetz geht in diesem Fall davon aus, dass der Erblasser sein Vermögen den Menschen vererben möchte, die ihm familiär am nächsten stehen: der Ehegatte, die Kinder und die übrigen Verwandten.
Hat der Erblasser per letztwilliger Verfügung nur über einen Teil seines Nachlasses bestimmt, dann gilt für den übrigen Teil auch die gesetzliche Erbfolge.

Zu den gesetzlichen Erben gehören in erster Linie die Verwandten des Erblassers. Das Gesetz sieht eine Reihenfolge vor, nach der die Verwandten erbberechtigt sind. Die Verwandten werden in verschiedene Ordnungen eingeteilt. Wobei Erben der höheren Ordnung die Erben der niedrigeren Ordnung ausschließen.
Erben der ersten Ordnung sind die Abkömmlinge des Erblassers, das heißt seine Kinder, Enkel und deren Abkömmlinge.

Wichtig ist, dass jedes Kind seine eigenen Abkömmlinge von der gesetzlichen Erbfolge ausschließt. Lebt also im Erbfall das Kind noch, erben die Enkel und Urenkel nichts. Die Kinder eines Erblassers erben zu gleichen Teilen.
Nichteheliche Kinder erben im Erbfall nach dem 31.03.1998 gesetzlich genauso wie eheliche Kinder- vorausgesetzt die Vaterschaft und somit auch das Verwandtschaftsverhältnis wurde festgestellt. Lediglich nichteheliche Kinder, die in den alten Bundesländern vor dem 01.07.1949 geboren wurden haben keinen Erbanspruch.

Bei Adoptionen erbt das minderjährige adoptierte Kind im vollen Umfang wie ein eheliches Kind. Seine Bindungen zur natürlichen Familie werden durch die Adoption gelöst und das Kind wird in die neue Familie vollständig mit allen erbrechtlichen Folgen eingegliedert.

Bei der Adoption volljähriger Personen kann der Adoptierte nur von seinen Adoptiveltern erben. Der Adoptierte erhält keine gesetzlichen Erbrechte als Verwandter.
Stiefkinder sind keine gesetzlichen Erben. Sie können nur per letztwilliger Verfügung Erben werden.

Die Erben der zweiten Ordnung sind die Eltern des Erblassers und deren Abkömmlinge (Geschwister, Neffen/ Nichte, etc.). Sie erben dann, wenn keine Erben der ersten Ordnung vorhanden sind. Leben im Erbfall noch beide Elternteile, so erben diese zu gleichen Teilen. Ist bereits ein Elternteil gestorben, treten an dessen Stelle die Geschwister oder deren Abkömmlinge.

Bei den Erben der dritten Ordnung handelt es sich um die Großeltern des Erblassers und deren Abkömmlinge (Onkel/Tante, Vetter/Kusine, etc.).
Die Großeltern mütterlicherseits und väterlicherseits erben zu gleichen Teilen. Lebt ein Großelternteil nicht mehr, tritt auch an dessen Stelle seine Abkömmlinge.

Erben der 4. Ordnung und fernerer Ordnungen sind die Urgroßeltern und fernere Voreltern des Erblassers sowie deren Abkömmlinge.
Im Gegensatz zu den vorhergehenden gesetzlichen Erben, Erben diese Voreltern allein und ansonsten nur die Abkömmlinge die mit dem Erblasser am nächsten verwandt sind.

Hinweis: Erben der höheren Ordnung schließen Erben der niedrigeren Ordnung aus.



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