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Kategorie: Anwalt Wirtschaftsrecht , 02.01.2019 (Lesedauer ca. 2 Minuten, 115 mal gelesen)

2019 – Das ändert sich für Unternehmer!

2019 – Das ändert sich für Unternehmer! © sem - topopt

Mit dem neuen Jahr treten zahlreiche neue Gesetze und Gesetzesänderungen in Kraft, die insbesondere für Unternehmer von großer Relevanz sind.

Mindestlohn steigt


Arbeitgeber müssen seit Anfang 2019 einen gesetzlichen Mindestlohn von 9,19 Euro brutte pro Arbeitsstunde, statt wie bisher 8,48 Euro, zahlen. Ab 2020 steigt der gesetzliche Mindestlohn dann auf 9,35 Euro pro Stunde. Auch in einigen Branchen, wie in der Pflege, dem Dachdecker- oder Gebäudereinigerhandwerk steigen die Branchenmindestlöhne.

Recht auf Brückenteilzeit tritt in Kraft


Seit Anfang Januar 2019 haben Arbeitnehmer ein Recht auf befristete Teilzeit, die sog. Brückenteilzeit. Diese soll Arbeitnehmern ermöglichen, ihre Arbeitszeit über einen bestimmten Zeitraum zu verringern und später wieder zu ihrer ursprünglich vereinbarten Arbeitszeit zurück zu kehren. Voraussetzung ist, dass der Betrieb mindestens 45 Arbeitnehmer beschäftigt und das der Arbeitnehmer länger als sechs Monate im Betrieb arbeitet.

Höhere Verdienstgrenze bei Midijobs


Ab Juli 2019 können sog. Midijober bis zu 1.300 Euro monatlich verdienen. Bislang lag die Verdienstgrenze bei 850 Euro. Aufgrund der Reform im Rentenrecht erhalten sie volle Rentenansprüche, obwohl sie nur verringerte Sozialversicherungsbeiträge zahlen müssen. Arbeitgeber müssen die Höhe des beitragspflichtigen Lohns an die gesetzliche Rentenversicherung melden.

Senkung des Arbeitslosenversicherungsbeitrag


Seit dem 1. Januar 2019 verringert sich der Beitrag zu Arbeitslosenversicherung von 3,0 auf 2,5 Prozent. Damit werden die Arbeitgeber um 0,25 Euro entlastet, da die Beiträge jeweils zu Hälfte vom Arbeitgeber und Arbeitnehmer getragen werden.

Paritätische Finanzierung der Krankenversicherungsbeiträge


Bisher mussten gesetzlich Versicherte dem zum Beitragssatz von jeder Krankenkasse erhobenen Zusatzbeitrag bislang alleine zahlen. Seit dem 1. Januar wird dieser Beitrag hälftig von Arbeitgeber und Arbeitnehmer getragen.

Höhere Beiträge in der Pflegeversicherung


Seit dem 1. Januar 2019 gilt ein Beitrag zur Pflegeversicherung in Höhe von 3,05 Prozent, eine Steigerung von 0,5 Prozent. Pflegeversicherungsbeitrag wird je zur Hälfte von Arbeitgeber und Arbeitnehmer finanziert.

Erhöhung der Lkw-Maut


Die Mautgebühren für Lkws sind seit dem 1.1.2019 gestiegen. Dies betrifft insbesondere 18-Tonner. Erstmalig wurden die Kosten der Lärmbelästigung durch Lkws mit in die Berechnung der Maut einbezogen. Keine Maut zahlen müssen Elektro-Lkws und gasbetriebene Lkws.

Weniger Steuern für privat genutztes E-Dienstwagen


Fahrzeuge, die zwischen dem 1. Januar 2019 und 31. Dezember 2021 erworben werden, müssen statt einem Prozent des Listenpreises nur noch 0,5 Prozent als geldwerten Vorteil für ihre E-Dienstwagen versteuern.

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