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Steuerrecht , 06.05.2016

Vermietung: Fahrtkosten steuerlich in vollem Umfang absetzbar

Gute Nachrichten für Vermieter: Die Fahrten zum Mietobjekt können pauschal mit 30 Cent pro gefahrenen Kilometer bei der Steuer als Werbungskosten abgesetzt werden. Bei Mietobjekten die sich in der regelmäßigen Tätigkeitsstätte des Vermieters befinden, gilt die ungünstigere Entfernungspauschale von 30 Cent für jeden Entfernungskilometer.

Dies entschied aktuell der Bundesfinanzhof (Aktenzeichen IX R 18/15) im Fall eines Steuerzahlers, der verschiedene Wohnungen in Mehrfamilienhäuser sanierte. Aus diesem Grund besuchte er die Baustellen 165, bzw. 215 mal im Jahr. Daraus schloss das Finanzamt, dass der Steuerzahler seine regelmäßige Tätigkeitsstätte am Ort der Sanierungsobjekte habe. Es wollte ihm bei seiner Einkommenssteuer nur die ungünstigere Entfernungskilometerpauschale anrechnen.

Ausnahme: Abrechnung nach Entfernungspauschal bei regelmäßiger Tätigkeitsstätte


Das sah der Bundesfinanzhof auch so. Macht ein Vermieter Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung geltend, kann ein Mietobjekt auch eine regelmäßige Tätigkeitsstätte sein. Dies sei vergleichbar zu einem Arbeitnehmer. Im zu entscheidenden Fall ging der Bundesfinanzhof von dieser Gegebenheit aus und sprach dem Steuerzahler nur die Entfernungspauschale zu.

Regel: Abrechnung nach gefahrenem Kilometer


Im Urteil stellte der Bundesfinanzhof aber klar, dass dies nur die Ausnahme sei. In der Regel besuche ein Vermieter sein Mietobjekt in unregelmäßigen Abständen. Dann können die Fahrtkosten auch mit 30 Cent pro gefahrenen Kilometer bei der Steuer als Werbungskosten abgesetzt werden.

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