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Kategorie: Anwalt Arbeitsrecht , 04.10.2012 (Lesedauer ca. 2 Minuten)

Arbeitsvertrag: Tipps für die Basis des Berufslebens; Teil 1

Die Bewerbung war erfolgreich, der Job vom zukünftigen Chef zusagt, da scheint die Unterzeichnung des Arbeitsvertrages ja nur noch als lästige Formalität. Doch Vorsicht: Mit dem Arbeitsvertrag schaffen Sie die Grundlage für Ihr zukünftiges Berufsleben und ist im Arbeitsrecht von großer Bedeutung.

Die Bewerbung war erfolgreich, der Job vom zukünftigen Chef zusagt, da scheint die Unterzeichnung des Arbeitsvertrages ja nur noch als lästige Formalität. Doch Vorsicht: Mit dem Arbeitsvertrag schaffen Sie die Grundlage für Ihr zukünftiges Berufsleben und ist im Arbeitsrecht von großer Bedeutung. Wann wird ein Arbeitsvertrag abgeschlossen?

Der Abschluss eines Arbeitsvertrages kann verschiedene Motive haben:

• Arbeitsvertrag bei Neueinstellung
Nach dem erfolgreichen Vorstellungsgespräch folgen Verhandlungen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer über die Arbeitsbedingungen, wie etwa Aufgabenbereich, Gehalt oder Arbeitszeit. In der Regel wird dann bei einer Neueinstellung eines Arbeitnehmers ein Arbeitsvertrag geschlossen. Jedes seriöse Unternehmen wird diesen Vertrag schriftlich fixieren.

• Änderung des Arbeitsvertrages im bestehenden Arbeitsverhältnis
Es gibt auch Anlässe, da möchte der Arbeitsgeber den bereits bestehenden Arbeitsvertrag ändern. Zum Beispiel dann, wenn der Arbeitnehmer Aufgaben mit hoher Qualifizierung wahrnimmt, die vom Tarifvertrag beispielsweise im Gehalt nicht mehr abgedeckt sind. Dann wird ein neuer sogenannter außertariflicher Vertrag mit dem Arbeitnehmer geschlossenen. Hier gilt es für den Arbeitnehmer zu prüfen, ob ihn dieser Vertrag im Ganzen besser als ein Vertrag in der höchsten Tarifgruppe bewertet.
Es gibt aber auch Fälle, da möchte der Unternehmer schlechtere Bedingungen, wie weniger Gehalt oder mehr Arbeitszeit, durch einen neuen Arbeitsvertrag durchsetzen. Dies kann nie einseitig vom Arbeitgeber angeordnet werden, sondern es benötigt eine Einigung mit dem Arbeitnehmer. Stimmt der Arbeitnehmer einer Vertragsänderung nicht zu, so bleibt dem Arbeitgeber nur noch die Möglichkeit eine Änderungskündigung auszusprechen. Bei einer Änderungskündigung wird das bestehende Arbeitsverhältnis gekündigt, und dem Arbeitnehmer ein Angebot unterbreitet das Arbeitsverhältnis unter anderen Voraussetzungen fortzusetzen. Wird eine Änderungskündigung vom Unternehmen ausgesprochen, hat der Arbeitnehmer die Möglichkeit dem ganzen zuzustimmen, den neuen Arbeitsvertrag nicht zu unterzeichnen und damit gekündigt zu werden, oder sich gegen diese Kündigung zu wehren. In diesem Fall muss er binnen drei Wochen eine Vorbehaltserklärung abgeben und die Klage beim Arbeitsgericht einreichen. Gewinnt er, gilt der alte Arbeitsvertrag, verliert er, gilt der neue Arbeitsvertrag.

• Betriebsübergang
Beim Betriebsübergang ist die Kündigung von Arbeitsverträgen nicht erlaubt. Trotzdem werden viele Arbeitnehmer in diesem Fall mit neuen Arbeitsverträgen konfrontiert. Wichtig zu wissen ist, dass alle bestehenden Arbeitsverträge, Tarifverträge oder Betriebsvereinbarungen erst ein Jahr nach Betriebsübergang zum Nachteil des Arbeitnehmers per Änderungskündigung ersetzt werden dürfen.


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