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Rechtliches zum Amtsgericht

Letzte Aktualisierung am 17.10.2016 / Lesedauer ca. 2 Minuten
Am Amtsgericht werden in Deutschland Verfahren der ersten Instanz und "kleinerem Umfangs" im Zivilrecht und im Strafrecht verhandelt. Da die Gerichtsbarkeit Sache der Länder ist, ist der jeweilige Standort der Amtsgerichte meist an den Verwaltungsbezirken der Bundesländer organisiert. Pro Landkreis gibt es in der Regel ein Amtsgericht. In den Großstädten gibt es mehrere Amtsgerichte, die sich örtlich meist an den Stadtteilen bzw. Stadtbezirken orientieren (Amtsgericht Berlin Charlottenburg, Berlin Mitte, Berlin Schöneberg usw.) Dem Amtsgericht übergeordnet sind grundsätzlich Landgericht, Oberlandesgericht und der Bundesgerichtshof.

Zivilrecht: Grober Richtwert ist Streitwertschwelle

Nicht jeder Fall wird immer am Amtsgericht verhandelt. Bei zivilrechtlichen Streitigkeiten ist das Amtsgericht für Fälle mit einem Streitwert bis zu 5.000 Euro zuständig. Fälle mit einem höheren Streitwert sind Sache der Landgerichte. Unabhängig vom Streitwert werden am Amtsgericht Fälle im Mietrecht und im Familienrecht verhandelt, hier insbesondere Streitigkeiten im Kindschaftsrecht, Unterhaltsrecht und Sorgerecht. Zuständig ist das Amtsgericht ebenfalls bei der Zwangsversteigerung, bei Insolvenzverfahren und als Nachlassgericht in erbrechtlichen Verfahren, außerdem in Mahnverfahren und in Betreuungsstreitigkeiten. Geht es um eine Abschiebung bzw. um Abschiebehaft, ist das Amtsgericht zuständig, politische Rechtsfälle (Staatshaftung, politisch motivierte Straftaten...) landen jedoch nicht vor dem Amtsgericht, sondern je nach Örtlichkeit am Landgericht oder am Oberlandesgericht.

Strafrecht: Richtwert ist die erwartete Freiheitsstrafe

Strafrechtliche Delikte werden am Amtsgericht dann verhandelt, wenn mit einer Freiheitsstrafe bis zu vier Jahren gerechnet wird und auch nicht die Unterbringung des Verurteilten in einer Psychatrie oder eine Sicherheitsverwahrung erwartet wird. Am Fortgang eines Falls bei einer Verhandlung in der nächsthöheren Instanz, haben die Richter am Amtsgericht grundsätzlich nichts mehr zu tun. Normalerweise sitzt dem Verfahren entweder ein Strafrichter oder ein Schöffengericht, bestehend aus einem vorsitzenden Richter und zwei Schöffen, vor.

Anwaltliche Hilfe bei Verfahren vor dem Amtsgericht

Ein Anwalt kann Ihnen genau erläutern, wo Ihre Strafsache verhandelt wird und was gegebenenfalls noch gegen ein rechtskräftiges Urteil gegen Sie unternommen werden kann. Wählen Sie einen Anwalt in der Nähe, ist dieser mit den Örtlichkeiten und den zuständigen Personen vertraut - was Ihnen nur zu Gute kommen kann. Anwälte in Sachen Amtsgericht gleich hier finden.


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