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Aufenthaltsrecht: Eine Einführung

Letzte Aktualisierung am 14.11.2016 / Lesedauer ca. 2 Minuten
Ziel des Aufenthaltsrechts ist es, einheitliche Regeln für die Einreise, den Aufenthalt, die Arbeitserlaubnis und für das Ende des Aufenthalts von Nicht-EU-Bürgern zu schaffen. Die Flüchtlingswelle stellt dieses Regelwerk auf eine harte Probe. Aufgrund der massenhaften Antragssteller sind Fehler zwar menschlich, die Konsequenzen sind für den Einzelnen jedoch vielerorts elementar.

Aufenthaltsrecht ist Ländersache

An Deutschland grenzen neun andere Staaten, über die ausländische Personen einreisen können. Das Bundesland, welches diese Person als erstes betreten hat (Beispiel: aus Österreich normalerweise Bayern, aus Tschechien Bayern und Thüringen, aus Polen Sachsen, Brandenburg oder Mecklenburg-Vorpommern usw.), ist verpflichtet, sich um Aufenthaltsgenehmigung, Arbeitserlaubnis, Duldung und ggf. auch um Abschiebung, Abschiebehaft bzw. Ausweisung zu kümmern. Prinzipiell gibt es für Deutschland zwei unterschiedliche Aufenthaltstitel. Die Niederlassungserlaubnis ist unbefristet und unabhängig vom Grund der Einreise sowie die Aufenthaltserlaubnis, welche befristet und abhängig vom Grund der Einreise ist. Der Grund für die Aufenthaltserlaubnis macht das Aufenthaltsrecht meist rechtlich kompliziert und problematisch. Juristisch völlig unterschiedlich, ist eine Aufenthaltserlaubnis aufgrund von Asyl, zum Zweck eines Studiums oder wegen Heirat. Für die Antragsteller ist es oftmals schwer verständlich, dass es für unterschiedliche Aufenthaltsgründe unterschiedlich lange Fristen und Vorschriften gibt. Zudem geht insbesondere der Niederlassungserlaubnis eine gründliche Prüfung voraus, die mit Ausnahmen und ergänzenden Vorschriften gespickt ist.

Die Duldung: keine Aufenthaltsgenehmigung

Wer als ausländischer, nicht EU-Bürger in Deutschland langfristig leben will, benötigt also einen Aufenthaltstitel. Die Duldung ist kein Aufenthaltstitel, berechtigt also nicht zum Leben und Arbeiten in Deutschland. Sie wird dann eingesetzt, wenn eine Aufenthaltsgenehmigung nicht gewährt werden, eine Abschiebung oder Ausweisung aber noch nicht durchgeführt werden kann. Die Duldung ist sozusagen ein Schwebezustand, der den Ausländer vorübergehend vom illegal Eingereisten zum "Geduldeten" macht. Mit der Duldung erwirbt der Ausländer jedoch keine langfristigen Rechte. Sie ist vielmehr der Vorbote dafür, dass die Person Deutschland wieder verlassen muss.

Anwälte für Migrationsrecht helfen bei Ihren Fragen

Das Aufenthaltsrecht steht nicht zuletzt durch die massive Flüchtlingswelle der letzten Jahre auf dem Prüfstand. Behörden sind durch die Flut an Antragsstellern überlastet, einreisewillige Personen erhalten manchmal nicht oder die falschen Informationen in Bezug auf Fristen, Arbeitserlaubnis, Familienzusammenführung und ähnlichem. Viele Personen, die Asyl beantragen, werden abgelehnt, obwohl dafür die rechtlichen Voraussetzungen gegeben wären. Holen Sie sich deshalb rechtskundigen Rat beim Anwalt für Migrationsrecht. Anwälte finden Sie gleich hier auch in Ihrer Nähe.