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Berufsverbote sind existenzbedrohend

Letzte Aktualisierung am 17.10.2016 / Lesedauer ca. 2 Minuten
Können Sie sich vorstellen, dass Sie jemand zwingen kann, Ihren Beruf ruhen zu lassen? Ein Berufsverbot kann jeder erhalten, und zwar auch dann, wenn er kein Arzt oder Anwalt ist.

Was heißt Berufsmissbrauch?

Wer seinen Beruf missbraucht, kann zu einem befristeten oder befristeten Berufsverbot verurteilt werden. Aus dem Fernsehen kennen wir Fälle, in denen ein Arzt bei Organtransplantationen Patienten gegen Geldzahlung bevorzugt operiert. Das ist ein recht bekannter (Amts-)Missbrauch; ihm wird (verkürzt gesprochen) die Approbation entzogen und er kann nicht mehr als Arzt tätig sein. Aber auch ein Erzieher ist vom Berufsverbot bedroht, wenn er nachweislich seinen Beruf missbraucht und eine Straftat begeht; wenn er z.b. wegen sexuellem Missbrauch an Kindern verurteilt wird.

Berufsverbot als existenzielle Bedrohung

Meistens werden Berufsverbote über einen Zeitraum von fünf Jahren verhängt. Je nach Fall können wie gesagt auch lebenslange Berufsverbote erteilt werden. Für den Betroffenen spielt der Zeitraum aber eine nachrangige Rolle. Denn auch bei einem vorübergehenden Berufsverbot ist es nur sehr schwer möglich in der ehemals ausgeübten Tätigkeit wieder Fuß zu fassen.

Beschäftigungsverbot bei Schwangeren

Ganz anders gelagert ist das Beschäftigungsverbot für Schwangere, denn hier steht der Gesundheitsschutz im Vordergrund. Ein solches Verbot kann Arzt oder Arbeitgeber dann aussprechen, wenn die Gesundheit von Mutter oder/und Kind gefährdet ist. Konkret bedeutet dies, dass die werdenden Mütter ihre vereinbarte Arbeitsleistung nicht mehr erfüllen müssen und dennoch ihr Gehalt erhält.

Spezifisches und allgemeines Beschäftigungsverbot bei Schwangeren

Grundsätzlich lässt sich zwischen einem allgemeinen und einem spezifischen Verbot unterscheiden. Beim allgemeinen Beschäftigungsverbot, ist es (meist laut ärztlichem Attest) der Schwangeren gar nicht mehr gestattet zu arbeiten. Es geht dann meist um das Vermeiden einer verfrühten Geburt oder eines Abgangs. Ein spezifisches Beschäftigungsverbot bezieht sich indes auf bestimmte, meist körperintensive Tätigkeiten. Die Angestellte eines Supermarkts darf dann zum Beispiel keine schweren Kisten mehr tragen, dafür jedoch an der Kasse eingesetzt werden. Ähnlich schützend legt der Gesetzgeber den Arm um Mitarbeiter anderer Handwerksberufe, der chemischen Industrie, um Kinderpflegerinnen und Erzieherinnen oder Mitarbeiterinnen in der Pflege oder im Krankenhaus. Arbeitgeber und Arbeitnehmerinnen sollten sich genau über ihre Rechte und Pflichten - auch während der angeordneten "Freizeit" - informieren.

Keine Alleingänge bitte

Egal, ob für Sie ein Berufsverbot Strafe oder Schutz darstellt, besprechen Sie alle Details lieber mit einem Rechtsanwalt, je nach Fall mit Spezialisierung auf Strafrecht oder Arbeitsrecht. Finden Sie hier einen erfahrenen Rechtsanwalt, der Ihre Rechte durchzusetzen verhilft.


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