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Betriebsbedingte Kündigung: Arbeitgeber nur scheinbar im Vorteil

Der Arbeitgeber darf eine betriebsbedingte Kündigung nicht einfach so aussprechen. An diese Form der Kündigung sind genaue Bedingungen geknüpft. Trotzdem scheitern in der Praxis viele Kündigungen aus Betriebsgründen. Warum?

Was ist eine betriebsbedingte Kündigung?

Der Arbeitgeber hat drei Möglichkeiten, einem oder mehreren Mitarbeitern zu kündigen. Grundsätzlich möglich ist die Kündigung aufgrund des Verhaltens einer Person, der Person an sich oder aus betriebsbedingten Gründen. Entscheidend bei einer betriebsbedingten Kündigung ist, dass es dringende und gewichtige (wirtschaftliche) Gründe gibt, die einer Weiterbeschäftigung im Wege stehen.

Die Voraussetzungen für eine betriebsbedingte Kündigung

Die betriebsbedingte Kündigung ist an vier Voraussetzungen geknüpft. Der Arbeitgeber muss so genannte betriebliche Erfordernisse nachweisen, aufgrund derer der Bedarf an Arbeitsleistungen in seiner Firma geringer geworden ist. Das kann z.B. das aus betriebswirtschaftlicher Sicht notwendige Schließen einer Abteilung sein oder das Wegfallen von Arbeitsplätzen durch Anschaffung gleichwertiger Maschinen. Die Kündigung muss dringend und unumgänglich sein. Der Arbeitgeber muss eine Interessenabwägung vorgenommen haben, wobei die Arbeitgeber-Interessen an der Kündigung überwiegen müssen. Und der Arbeitgeber muss soziale Aspekte bei den gekündigten Personen berücksichtigt haben und darf sich keine Fehler bei der Sozialauswahl erlauben.

Warum scheitern viele betriebsbedingte Kündigungen?

Das Erfüllen der oben genannten vier Voraussetzungen erscheint bereits auf den ersten Blick recht umfassend. Hinzu kommt, dass jede Branche seine eigene Gesetzmäßigkeiten hat, die auch ganz andere Gründe rechtfertigen können. Oder anders gesagt: Die Branchenstrukturen sind oft zu komplex und so können die wenigsten beurteilen, ob es tatsächlich keinen anderen Ausweg mehr gegeben hätte. Arbeitgeber tun gut daran, die betroffenen Arbeitnehmer und gegebenenfalls bereits beauftragte Anwälte mit ins Boot zu holen oder einen eigenen Anwalt für Arbeitsrecht als Mediator zu beauftragen. Eine Freistellung mit einer verbundenen Abfindung kann die Kündigung genauso versüßen wie es schnellstmöglich den Betriebsfrieden unter den verbliebenen Mitarbeitern wieder herstellen hilft. Doch Vorsicht: Viele Arbeitnehmer haben vor Gericht mit einer Kündigungsschutzklage Erfolg, wenn sie nachweislich unter Druck gesetzt wurden.

Durchsetzung Ihrer Interessen

Sind die Fronten verhärtet, ist der Gang zum Anwalt unumgänglich: Denn nur wer einen Experten an der Hand hat, der Sachverständige und das Arbeitsgericht von seiner Argumentation überzeugen kann, wird seine Interessen optimal durchsetzen können. Kontaktieren Sie deshalb jetzt unverbindlich einen Anwalt für Arbeitsrecht gleich hier in Ihrer Nähe.

Letzte Aktualisierung am 2016-04-12

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