anwaltssuche

Anwalt Durchsuchung

Hier finden Sie zum Anwalt für Strafrecht in Ihrer Nähe. Suchen Sie nach Plz, Ort oder nutzen Sie die Filter.

Filtern nach Ballungsraum
Filtern nach Ort alphabetisch

Wie Sie sich bei und nach einer Durchsuchung verhalten sollten

Die Durchsuchung ist immer noch der "klassische" Weg der Ermittlungsbeamten. Sie müssen und dürfen vor niemandem Halt machen, Durchsuchungen kommen in den besten Familien vor - und übrigens auch gerne in Anwaltskanzleien. Natürlich ist die Frage zu klären, ob die Maßnahme gerechtfertigt war, denn ein anderer Schaden ist wesentlich größer und langfristiger einzuschätzen, als die Furcht während der Durchsuchung: und zwar der Imageschaden.

Rechte und Pflichten

Liegt gegen Sie ein Durchsuchungsbeschluss vor, dürfen die ermittelnden Beamten in Ihre Wohnung bzw. in Ihr Haus und dort alles durchsuchen. In erster Linie geht es den Ermittlungsbeamten darum, im Rahmen des Ermittlungsverfahrens Beweise in Form von Gegenständen und Dokumenten zu sichern, die sich bei Ihnen befinden. Sie müssen nicht hektisch die Eingangstüre freimachen, sollten aber eindeutig Ihren Willen zeigen, die Beamten und die Durchsuchung nicht behindern zu wollen. Das heißt, bleiben Sie ruhig und provozieren Sie nicht. Das Wichtigste: Sie haben auf jeden Fall das Recht einen Rechtsanwalt zu kontaktieren. Nehmen Sie dieses wahr! Sie können und Sie müssen nicht jetzt sofort Ihre Unschuld beweisen. Überlassen Sie das besser einem Experten. Und: Schweigen Sie zur Sache!

Was Sie im Anschluss tun können

Egal wie die Durchsuchung lief - also ob die Beamten etwas gefunden haben oder nicht, ob Sie die Fassung gewahrt haben oder nicht, ob Sie daran dachten, einen Rechtsanwalt anzurufen oder nicht - versuchen Sie nicht zu viel zu grübeln oder auf eigene Faust zu tun.

Ab jetzt bitte auf jeden Fall zum Anwalt

Aber: Spätestens jetzt sollten Sie dringend mit einem Anwalt sprechen. Nur ein erfahrener Strafrechtsexperte kann für Sie Einfluss auf die Ermittlungen (gegen Sie) nehmen. Ein Anwalt ist einerseits dann von großer Hilfe, wenn Ihnen die Nerven durchgegangen sind oder Sie sich zu einer Falschaussage hinreißen haben lassen. Andererseits aber natürlich besonders entscheidend, wenn Sie sich tatsächlich einer Straftat (mit-)schuldig gemacht haben.

Tipp: keine Lügenmärchen

Noch ein letzter Tipp: Seien Sie dem Anwalt gegenüber von Anfang an ehrlich und verschweigen Sie nichts. Nur so kann er alle Trümpfe ziehen.


Letzte Aktualisierung am 2016-10-24

Weiterführende Informationen
Das könnte Sie auch interessieren
Nicht jede Tat ist eine Straftat. Eine Straftat ist ein Vergehen, das im Strafgesetzbuch steht. Welche Kriterien machen einen Tat zur Straftat? Und welche Einflussfaktoren für ein milderes Urteil gibt es? (vom 11.01.2017) mehr...
Stalking kennt man insbesondere im prominenten Umfeld. Doch auch viele Privatpersonen sind der Beschattung durch vermeintliche Freunde ausgesetzt. 2007 wurde Stalking mit dem Begriff Nachstellung offiziell zur Straftat - Opfer können sich seither besser wehren. (vom 26.09.2016) mehr...
Berufsverbot kann eine Konsequenz für bestimmte Berufsgruppen sein, wenn diese ihre Tätigkeit missbrauchen. Davon abzugrenzen ist das Beschäftigungsverbot etwa für Schwangere. Dieses hat schützenden Gesundheitscharakter. Ihre Rechte und Pflichten sollten Sie in beiden Fällen genau kennen. (vom 17.10.2016) mehr...
Mit einem Betrug oder mit Betrügern kommen wir von Kindesbeinen an in Berührung. Die Gesetzgebung hat jedoch genaue Kriterien für das Vorliegen eines Betrugs. Nur dann kann man juristisch zu seinem Recht kommen - oder verurteilt werden. (vom 21.09.2016) mehr...
Wer schon einmal bei einer Gerichtsverhandlung dabei war, weiß: Geladene Zeugen müssen in der Regel vor Gericht aussagen. Wie immer gibt es bei einer solchen Regel auch Ausnahmen. Eine davon ist das Zeugnisverweigerungsrecht. (vom 29.09.2016) mehr...
Ein Strafverfahren bildet die Basis für die Bestrafung eines Bürgers durch den Staat. Entsprechend konsequent und möglichst fehlerfrei muss der – vermeintlich – Angeklagte handeln. Ohne professionelle Hilfe gelingt dies selten. (vom 02.02.2016) mehr...
Mit dem Täter-Opfer-Ausgleich steht in Strafverfahren ein außergerichtliches Verfahren zur Verfügung, das eine Aussöhnung zwischen Täter und Opfer anstrebt und einen materiellen Ausgleich für die begangene Tat schafft - bei entsprechenden Voraussetzungen. (vom 22.09.2016) mehr...
Der Schädiger haftet bei einem Verkehrsunfall für die Schäden, die er angerichtet hat, in vollem Umfang. Das trifft nicht nur für die Schäden am Fahrzeug sondern auch für die Verkehrsunfallfolgen bei Personenschäden zu. (vom 13.09.2016) mehr...
Ein wesentliches Motiv für den Staatsdienst ist nach wie vor die Sicherheit dieses Berufes. Eine bisweilen trügerische Vorstellung: Beamte, die ernsthaft erkranken, sind nicht besonders gut abgesichert. Der Staat kann sie bei Dienstunfähigkeit aus dem Dienst entlassen. (vom 01.08.2017) mehr...
Beamte sind Arbeitnehmer mit einem ganz besonderen Status und ganz besonderen Rechten und Pflichten. Ihr Arbeitgeber ("Dienstherr") ist der Staat; neben Pflichten, haben aber auch Beamte ganz klare Rechte. (vom 18.09.2015) mehr...
Expertentipps zu Strafrecht & Ordnungswidrigkeiten

Cookies helfen uns bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Datenschutzerklärung