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Rechtsüberblick zur Einwanderung

Letzte Aktualisierung am 30.01.2017 / Lesedauer ca. 3 Minuten

Einwanderung und Migration

Ein Mensch ist im Regelfall Bürger eines Staates und besitzt damit dessen Staatsbürgerschaft. Eine Staatsbürgerschaft muss man sich nicht erst verdienen, sondern man erhält sie üblicherweise mit der Geburt geschenkt (auf jeden Fall dann, wenn die Eltern ebenfalls Bürger dieses Staates sind). Man wird also weder gefragt noch kann man sich aussuchen, Bürger welchen Staates auf diesem Globus man gerne sein möchte. Wer diesen Zustand - aus welchem Grund auch immer - ändern möchte, hat es nicht leicht. Er macht sich auf den Weg und wird zum Migranten, einem Menschen, der in ein anderes Land einwandern und dort mindestens vorübergehend oder auch dauerhaft leben möchte. Mit dem Versuch seiner Einwanderung ("Migration") begibt er sich aus dem Rechtsbereich seines Ursprungslandes in den Rechtsbereich eines anderen Landes und muss sich dessen Regeln unterwerfen. Diese Regeln sind für Einwanderer nicht überall gleich. Mancherorts sind Einwanderungen einfach und gewollt, an anderen Stellen faktisch unmöglich. Wer nach Deutschland einwandern möchte, muss sich nach klaren gesetzlichen Grundlagen richten, die im Zuwanderungsgesetz niedergelegt sind.

Einwanderung: Dauerhaft in einem neuen Land leben

Für die Einwanderung ist es ebenfalls nicht gleichgültig, aus welchem Land der Einwanderungswillige stammt, welche Motive ihn antreiben und wie lange er bleiben möchte. Alle diese Aspekte spielen eine gewichtige Rolle, wenn es darum geht, eine Aufenthaltsgenehmigung oder eine Arbeitserlaubnis zu bekommen, die eine Existenzgrundlage in Deutschland ermöglichen würde. Und selbst wenn man als Einwanderer hier bleiben und arbeiten darf, dauert es sehr lange, bis man Deutschen rechtlich gleichgestellt ist. Wer sich entschlossen hat, dauerhaft hier zu bleiben, muss sich integrationswillig und integrationsfähig zeigen und unter anderem Sprachkurse absolvieren bzw. Sprachkenntnisse nachweisen. Der Ritterschlag am Ende der langen Einwanderungs-Leiter ist die Einbürgerung. Erst mit der erfolgreichen Einbürgerung erhält man die deutsche Staatsangehörigkeit und wird mit allen Rechten und Pflichten Bürger dieses Staates.

Unterschiedliche Einreisegründe

Das Gros der einwanderungswilligen Menschen, die in den vergangenen Jahren als Einwanderer nach Deutschland kamen, sind Flüchtlinge, die hier Asyl beantragt haben. Sie können eine Aufenthaltserlaubnis (aus humanitären Gründen), eine Duldung oder eine Aufenthaltsgestattung erhalten. Eine weitere Gruppe von Einwanderungswilligen kommt im Rahmen der Familienzusammenführung / des Familiennachzugs nach Deutschland, Menschen, die Ehepartner, Kinder oder Geschwister in Deutschland haben. Weitere Gründe für eine Einreise sind Ausbildung, Studium, Ausübung einer Erwerbstätigkeit usw. Ob im Einzelfall aus der Einreise oder dem Einwanderungswillen tatsächlich eine Einwanderung wird, entscheidet das Zuwanderungsgesetz.

Erster Schritt: ein Aufenthaltstitel

Wer nicht aus Asylgründen und nicht aus einem Drittstaat nach Deutschland kommt (als Drittstaaten gelten Nicht-EU Staaten und Nicht-EWR-Staaten), braucht für seine Einreise einen Aufenthaltstitel. Als Aufenthaltstitel gelten Visum, Aufenthaltserlaubnis, Niederlassungserlaubnis, Blaue Karte EU und die Erlaubnis zum Daueraufenthalt-EU. Einige Aufenthaltstitel sind befristet; sie können vor ihrem Ablauf sowohl aufgehoben als auch verlängert werden. Auch hier gilt, wie bei der Einwanderung aus asylrechtlichen Gründen: Der Aufenthaltstitel ist ein Anfang. Ob der Besitzer des Titels später Einwanderer wird (falls er möchte), ist wiederum eine Einzelfallentscheidung, die nach den Richtlinien des Zuwanderungsgesetzes getroffen wird.

Unterstützung bei Einwanderungsfragen

Wirtschafts- und Bevölkerungsforscher sind sich einig, dass Deutschland Einwanderung braucht, um seine Wirtschaftskraft zu erhalten und die Überalterung der Bevölkerung aufzufangen. Das damit verbundene Umdenken ist politisch nicht leicht zu realisieren; Ängste dominieren, die Offenheit für Vielfalt ist nicht vorhanden. Weder gibt es eine gelungene Einwanderungspolitik noch eine gelungene Migrationssteuerung. Entsprechend kompliziert sind die gesetzlichen Vorgaben zur Einwanderung. Sie sind für einen Laien kaum zu durchblicken. Bei Rechtsfragen zu diesem Thema kann ein spezialisierter Anwalt weiterhelfen. Bei uns finden sie einen Anwalt für Asylrecht bzw. Migrationsrecht mit einem einfachen Klick.


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