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Vollständige Enterbung im Grunde nicht möglich

Vorbereitung für eine Enterbung

Vor einer Enterbung sollte zunächst geprüft werden, welche (verwandten) Personen überhaupt in welcher Höhe erbberechtigt wären. Denn liegt kein Testament oder Erbvertrag vor, dann greift die gesetzliche Erbfolge . Mit dieser von Gesetzes wegen festgelegten Reihenfolge ist manch ein Vererber zu Lebzeiten nicht einverstanden. Er hat dann die Möglichkeit, beispielsweise mit Hilfe eines Testaments, bestimmte Personen explizit von seinem Erbe ausschließen. Wichtig: Eine Enterbung sollte und muss nicht begründet werden.

Die Bedeutung des Pflichtteils

Ein Vererber darf also frei darüber entscheiden, welche Personen sein Erbe erhalten sollen und wer nicht. Allerdings ganz "leer" gehen die Enterbten nicht aus. Je nach Beziehungsgrad haben diese in der Regel trotzdem Anspruch auf den so genannten Pflichtteil. Dieser ist die Hälfte des gesetzlichen Erbteils. Er gilt aber nur für die folgenden Personengruppen:
  • die Eltern
  • die Kinder
  • der Ehepartner bzw. der eingetragene Lebenspartner
des Vererbers.

Tatsächliche Enterbung gut überlegen

Eine Enterbung sollte immer gut überlegt werden, da der Bruch mit dem enterbten Personenkreis zu Lebzeiten wohl nicht mehr reparabel ist. Wer sich seiner Sache aber sicher ist, sollte eine Enterbung immer mit Hilfe eines Anwalts durchführen. Nur dann ist zu gewährleisten, dass die Vorstellungen des Vererbers auch Realität werden.

Letzte Aktualisierung am 2016-05-19

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