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Erbenhaftung: Sie müssen sich frühzeitig für oder gegen das Erbe entscheiden!

Letzte Aktualisierung am 2016-06-13 / Lesedauer ca. 2 Minuten
Manche Erbschaft erweist sich als echtes Danaer-Geschenk. Bei der Eröffnung des Testaments wird Ihnen (dem Erben) klar, dass der Erblasser (der Vererbende) sein Vermögen schon lange nicht mehr überblickt hat. Jetzt klingeln auch noch zu allem Überfluss wildfremde Menschen an Ihrer Tür und drängen auf die Bezahlung (angeblich) längst fälliger Rechnungen. Keiner kennt sich aus, Unterlagen und Belege sind nur lückenhaft vorhanden. Dieses Durcheinander haben Sie geerbt. Besonders nett wird es, wenn Ihnen nach dem Grobüberblick langsam dämmert, dass die Verbindlichkeiten aus der Erbschaft weit höher sein könnten als das Vermögen.

Erben oder nicht erben - Ihre Entscheidung

Als Erbe übernehmen Sie auch automatisch die Erbenhaftung. Mögliche Schulden können als Ihr gesamtes Privatvermögen auffressen. Es sei denn, Sie entscheiden sich für den Weg, das Erbe abzulehnen. Denn Erben müssen Sie nicht. Schlagen Sie das Erbe aus, sind sie aus der Haftung und müssen sich weder mit den Gläubigern des Erblassers noch mit seinen übrigen Verbindlichkeiten herumplagen. Eminent wichtig: Diese Entscheidung müssen Sie aktuell innerhalb von 6 Wochen treffen und aktiv kundtun (in diesem Fall ggü. dem Nachlassgericht). Sagen oder tun Sie innerhalb dieser Frist nichts, sind Sie dran: Wer schweigt, erbt automatisch.

Wege aus der Erbenhaftung

Sie entscheiden sich für das Erbe, auch wenn es eine Wundertüte ist und Überschuldung gegeben sein könnte? Das ist natürlich ein gewisses Risiko. Aber es gibt noch andere Wege, im Überschuldungsfall das Privatvermögen zu schonen und nicht für die gesamten Nachlassverbindlichkeiten zu haften:

Nachlassverwaltung

Wird beim Amtsgericht beantragt, das dann einen Nachlassverwalter benennt. Der überprüft in einer Art Bestandsaufnahme, was an Vermögens- und/oder Sachwerten vorhanden ist und verkauft sie. Aus dem Erlös werden die Ansprüche der Gläubiger befriedigt. Was nach Abschluss dieses Verfahrens übrig bleibt, steht Ihnen zu. Stellt der Nachlassverwalter Überschuldung fest, wird er die Nachlassinsolvenz beantragen.

Nachlassinsolvenz

Gelangen Sie zu der Auffassung, dass der Nachlass eindeutig überschuldet ist, ist die Beantragung einer Nachlass-Insolvenz angesagt - und sogar Pflicht. Tun Sie das nicht, könnten Sie wegen Insolvenzverschleppung belangt werden. Gläubiger können Sie unter Umständen sogar für entstandene Schäden verantwortlich machen.

Am besten zum Anwalt

Das Erbrecht ist eine komplexe Materie. Ohne gute, kompetente Beratung sind Fragen der Erbenhaftung im konkreten Fall kaum zu überblicken. Gönnen Sie sich einen Anwalt. Er wird dafür sorgen, dass sich Ihre Erbschaft nicht als trojanisches Pferd entpuppt. Kontaktieren Sie am besten jetzt gleich unverbindlich einen Rechtsanwalt für Erbrecht in Ihrer Nähe!

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