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Erziehungsgeld ist jetzt Elterngeld. In zwei Bundesländern gibt es Landeserziehungsgeld

Letzte Aktualisierung am 19.07.2017 / Lesedauer ca. 2 Minuten

Wer konnte Erziehungsgeld beantragen?

Erziehungsgeld konnte von Müttern oder Vätern beantragt werden, die ein Kind betreuten und nicht mehr als 30 Stunden in der Woche einer beruflichen Tätigkeit nachgingen. Das Erziehungsgeld musste jährlich bei der Erziehungsgeldstelle beantragt werden.

Wie hoch war das Erziehungsgeld?

Eltern konnten beim Erziehungsgeld zwischen einem monatlichen Betrag von 300 Euro bis zum Ende des zweiten Lebensjahrs des Kindes, oder 450 Euro monatlich bis zum Ende des ersten Lebensjahres des Kindes, wählen. Das Erziehungsgeld wurde einkommensabhängig verteilt. Die Einkommensgrenze für Erziehungsgeld für Kinder bis zum Ende des sechsten Lebensmonats betrug zum Beispiel 30.000 Euro für die Eltern. Das Erziehungsgeld wurde auf das Mutterschaftsgeld, das für die Zeit nach der Geburt gezahlt wurde, angerechnet.

In welchen Bundesländern gibt es Landeserziehungsgeld?

Auch heute wird noch auf Länderebene Erziehungsgeld an Eltern gezahlt. In den Bundesländern Sachsen und Bayern können Eltern im Anschluss an das Elterngeld Landeserziehungsgeld beantragen.

Landeserziehungsgeld in Bayern

In Bayern ist neben der Voraussetzung, dass das Kind im eigenen Haushalt lebt und betreut wird, eine weitere Voraussetzung für den Bezug von Landeserziehungsgeld, dass alle Vorsorgeuntersuchungen im U-Vorsorgeheft durch die Eltern veranlasst, vorgenommen wurden. Weiterhin müssen die Eltern ihren Hauptwohnsitz bei der Antragsstellung mindestens seit 12 Monaten in Bayern haben. Wie beim früheren bundesweiten Erziehungsgeld dürfen Mutter oder Vater nicht mehr als 30 Wochenstunden arbeiten. Das Landeserziehungsgeld wird in Bayern einkommensabhängig verteilt. Die Einkommensgrenze ist für ein Elternpaar bei durchschnittlich 25.000 Euro Nettoeinkommen erreicht. Für das erste Kind gibt es über einen Zeitraum von sechs Monaten 150 Euro Landeserziehungsgeld, für das zweite Kind 200 Euro und für das dritte Kind 300 Euro – jeweils über einen Zeitraum von 12 Monaten.

Landeserziehungsgeld in Sachsen

In Sachsen erhalten Eltern nur dann Landeserziehungsgeld, wenn ihr Kind in den ersten drei Lebensjahren nicht fremd von einer Tagesmutter oder Tageseinrichtung betreut wird. Auch hier dürfen die Eltern nicht mehr als 30 Stunden in der Woche arbeiten. Die Einkommensgrenze für Landeserziehungsgeld liegt in Sachsen pro Elternpaar bei 17.100 Euro – ansonsten wird das Landeserziehungsgeld verringert. Das erste Kind erhält 150 Euro, das zweite Kind 200 Euro, das dritte Kind 300 Euro Landeserziehungsgeld.

Hilfe bei Fragen rund ums Erziehungsgeld

Bei allen Fragen rund ums Erziehungsgeld sollten Eltern sich nicht scheuen einen Fachanwalt für Familienrecht aufzusuchen. Eine Beratung durch den Experten kann ihnen schnell und kompetent bei allen Fragen rund um Erziehungsgeld weiterhelfen!