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Grundstücksaufteilung aus dem Grundbuch ©mko - topopt

Flächennutzungsplan

Letzte Aktualisierung am 25.09.2017 / Lesedauer ca. 2 Minuten
Gewerbegebiete, Grünanlagen oder Verkehrsflächen: Alle fünf bis zehn Jahre stellen Gemeinden einen sogenannten Flächennutzungsplan auf, der zeigt, wie in Zukunft die Flächen der Gemeinde genutzt werden sollen. Für Bürger gibt der Flächennutzungsplan Auskunft etwa über die Bebaubarkeit eines Grundstücks.

Was ist ein Flächennutzungsplan?

Der Flächennutzungsplan ist ein vorbereitender Bauleitplan der Gemeinde. Hierin wird die zukünftige Nutzung der Gemeindeflächen festgelegt. Etwa wo ein neues Wohngebiet entstehen soll, wo Landwirtschaft betrieben werden kann, oder wo sich Gewerbe ansiedeln kann. Der Flächennutzungsplan stellt die städtebaulichen Entwicklungsziele dar und ist die Grundlage für alle zukünftigen Bebauungspläne.

Was wird in einem Flächennutzungsplan dargestellt?

In einem Flächennutzungsplan werden grafisch Bauflächen, Flächen für Versorgungsanlagen, Grünflächen, Naturschutzgebiete, Wald, landwirtschaftliche Flächen, Wasserflächen, Verkehrsflächen, Industriegebiete und Flächen für Einrichtung der Allgemeinheit (Kirchen, Sportplatz, Theater, etc.) der gesamten Kommune dargestellt.

Wer erstellt einen Flächennutzungsplan?

Der Flächennutzungsplan wird von der jeweiligen Kommune, bzw. Stadt, erstellt. Bürger und Verbände sollen aber frühzeitig an der Entwicklung des Flächennutzungsplans beteiligt werden, in dem sie die Möglichkeit haben sich zu dem Flächenentwicklungsplan zu äußern. Der Entwurf des Flächennutzungsplans wird öffentlich ausgelegt.

Wie lange ist ein Flächennutzungsplan gültig?

Gemeinden erstellen in der Regel alle 5 bis 10 Jahre einen Flächennutzungsplan, um den aktuellen Bedürfnissen der Stadtentwicklung gerecht zu werden. Änderungen im Flächennutzungsplan müssen von einer höheren Genehmigungsbehörde genehmigt werden, bevor sie rechtlich verbindlich werden.

Worin liegt der Unterschied zum Bebauungsplan?

In einem Bebauungsplan wird im Gegensatz zum Flächennutzungsplan rechtsverbindlich konkret die Art der Nutzung einer Fläche festgesetzt. Hier werden etwa die Baugrundstücksgrößen, die Anzahl der Wohnungen, die auf dem Grundstück gebaut werden, oder die Verkehrsflächen festgelegt.

Können Bürger gegen einen Flächennutzungsplan klagen?

Da der Flächennutzungsplan für Bürger - im Gegensatz etwa zu einer Baugenehmigung - keine unmittelbaren rechtlichen Folgen hat, können sie diesen auch nicht gerichtlich überprüfen lassen. Der aus dem Flächennutzungsplan resultierende Bebauungsplan entfaltet eine Rechtsfolge bei betroffenen Bürgern, gegen die er sich auch juristisch zur Wehr setzen kann. Hierbei ist unbedingt der Beistand eines Anwalts mit Tätigkeitsschwerpunkt Baurecht zu empfehlen.