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Gemeinsames Sorgerecht: Es kann, muss jedoch nicht die beste Lösung sein

Letzte Aktualisierung am 06.06.2018 / Lesedauer ca. 2 Minuten

Was Mütter und Väter gemeinsam entscheiden müssen

Prinzipiell bedeutet gemeinsames Sorgerecht , dass Mutter und Vater nach einer Trennung bzw. Scheidung wichtige Entscheidungen, die das Kind anbelangen, nach wie vor gemeinsam und gleichberechtigt treffen. Das sind zum Beispiel die Themen:
  • Wohnort: Wo sollen die Kinder leben?
  • Schulbildung: Welcher Kindergarten, welche Schule, welche Ausbildung oder welcher Beruf ist geeignet?
  • Gesundheit: Ist diese Operation oder Therapie sinnvoll und sollen wir uns dafür entscheiden?

Sorgerecht und Alltagssorge

Sorgerecht meint nicht, dass der Elternteil, bei dem die Kinder leben, jedes Problem des täglichen Lebens mit dem Ex-Partner besprechen muss. Das ist mit Hilfe der Alltagssorge klar definiert. Die Alltagssorge trägt das Elternteil, das mit den Kindern lebt. Alltägliche Entscheidungen - "Du kommst heute bitte um 15 Uhr nach Hause" oder "Klar darfst Du mit Anna spielen", trifft diese Person alleine und muss dazu nicht die Zustimmung des Ex einholen. Im Sinne des Kindes sollte scharf zwischen Alltagssorge und Sorgerechts-Themen unterschieden werden. Praktisch verschwimmen die Grenzen oftmals und machen neue Absprache-Regeln erforderlich.

Für wen das gemeinsame Sorgerecht nicht funktioniert

Für das jeweilige Kind geht es um wichtige Dinge, die dessen gesamtes späteres Leben maßgeblich beeinflussen können. Aus diesem Grund müssen die Ex-Partner zumindest in Bezug auf das Kind noch miteinander reden können. Das ist oftmals nicht der Fall und so kann das Beantragen des alleinigen Sorgerechts eventuell die bessere Lösung sein. Es könnte aber reichen, das alleinige Aufenthaltsbestimmungsrecht zu beantragen. Andererseits muss bei Schwierigkeiten nicht zwangsläufig auf das gemeinsame Sorgerecht verzichtet werden. Im Gegenteil: Gerade unverheiratete Väter können künftig leichter als bisher das gemeinsame Sorgerecht einfordern, sogar dann, wenn die Mutter nicht einverstanden ist.

Sorgerecht vs. Besuchsrecht / Umgangsrecht

Die Entscheidung, wer das Sorgerecht erhält, hat nichts mit dem Recht der Eltern zu tun, die Kinder sehen zu können. Dieses Recht wird juristisch mit Umgangsrecht überschrieben. Der wichtigste Teil des Umgangsrecht ist das Besuchsrecht. Dabei geht es um die Anzahl und Dauer der persönlichen Treffen. Gibt ein Elternteil sein Sorgerecht ab, behält es trotzdem das uneingeschränkte Umgangs- bzw. Besuchsrecht. Dieses Recht können im Wesentlichen nur die Kinder selbst einschränken. Wollen sie Mama oder Papa nicht mehr sehen, muss geprüft werden, ob das Umgangsrecht eingeschränkt oder ausgesetzt werden sollte. Für diese Entscheidung wird dann auch das Jugendamt zu Rate gezogen. Alternativ kann es vorkommen, dass das Jugendamt auf Anraten selbst bereits prüfend tätig ist. Im Normalfall können Elternteile ohne Sorgerecht ihre Kinder nach wie vor regelmäßig sehen.

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Sie müssen für sich abwägen, wie Sie die Beziehung zu ihrem Kind weiter gestalten wollen. Ein Rechtsanwalt kann Ihnen helfen, Ihre Chancen und Möglichkeiten genau unter die Lupe zu nehmen und für Ihre Situation die richtige Lösung zu finden. Kontaktieren Sie gleich hier einen erfahrenen Anwalt für Familienrecht in Ihrer Nähe.


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