anwaltssuche

Anwalt Gesellschaftsform

Rechtsanwälte für Gesellschaftsrecht. Hier finden Sie schnell & einfach einen persönlichen Anwalt für Ihren Rechtsfall vor Ort. Informationen und Rechtstipps von Anwälten für Gesellschaftsrecht finden Sie auf dieser Seite und in unserem Expertentipp-Bereich.

Filtern nach Ballungsraum
Filtern nach Ort alphabetisch

Gründlich gründen - und die richtige Gesellschaftsform wählen

Letzte Aktualisierung am 2016-02-25 / Lesedauer ca. 3 Minuten
Wer eine zündende Geschäftsidee, Unternehmergeist und etwas Startkapital hat, kann loslegen und ein Unternehmen gründen. Aber halt! Ganz so einfach macht es Ihnen das Gesetz nicht. Wer in Deutschland handeln, etwas herstellen und etwas verkaufen möchte oder sich einem anderen Geschäftszweck widmet, ist an bestimmte Formalien gebunden. Er muss sich entscheiden, welche Gesellschaftsform sein Unternehmen haben soll. Und das will gründlich überlegt sein.

Die Gesellschaftsform kann für ein Unternehmen entscheidend sein

Die Wahl der passenden Gesellschaftsform / Rechtsform ist für ein Unternehmen deshalb so entscheidend wichtig, weil sie die Entwicklung des Unternehmens fördern oder hemmen kann. Die Rechtsform bestimmt zum Beispiel über derart einflussreiche Faktoren wie Haftungsfragen, Steuer- und Bilanzierungsfragen, Verantwortlichkeiten und viele weitere. Sie gibt den Rahmen vor, innerhalb dessen sich ein Unternehmen bewegen kann und setzt Regeln für das Innen- und Außenverhältnis einer Gesellschaft. Und die können kann mehr oder weniger Spielraum für einen bestimmten Geschäftszweck bieten - eben je nach Rechtsform. Beispiel: Viele Unternehmen wollen nicht (oder können auch nicht) vollumfänglich für ihr Geschäft haften. Für sie kommt als Rechtsform nur eine Kapitalgesellschaft in Frage, deren Haftung geschränkt ist, also z.B. eine GmbH.

Für Gesellschaftsformen gibt es einen Typenzwang

Die passende Gesellschaftsform für ein Unternehmen, das Sie gerade gründen wollen, können Sie sich nicht selber stricken. Sie können sie aus einer Reihe zur Verfügung stehender Gesellschaftsformen auswählen. Diese Tatsache nennt man "Typenzwang": Sie dürfen sich nur innerhalb eines geschlossenen "Katalogs" für eine Rechtsform entscheiden. Jedoch gibt es innerhalb jeder Gesellschaftsform Gestaltungsrahmen, der auch Mischformen zulässt bzw. auch in anderen EU-Staaten mögliche Rechtsformen in Deutschland gestattet. Mit einer fundierten fachlichen Beratung sind Sie also in der Lage, eine weitgehend passende Gesellschaftsform zu wählen. In Deutschland stehen aktuell 14 Gesellschaftsformen zur Verfügung. Ein Unternehmen, das sich einmal für eine Rechtsform entschieden hat, ist ihr nicht auf immer und ewig verschrieben: Rechtsformen können auch gewechselt werden. Ein Rechtsformwechsel ist an Bedingungen geknüpft, die im Umwandlungsgesetz beschrieben sind.

Grundlagen für die Entscheidung

Grundsätzlich kann sich jeder Gründer zwischen eine Kapital- und einer Personengesellschaft entscheiden:
  • Bei Kapitalgesellschaften beteiligen sich Kapitalgeber (zum Beispiel mit Startkapital / Gründerkapital, Anteilen) an der Gesellschaft. Sie arbeiten nicht mit, sondern sehen ihre Beteiligung in der Regel als Geldanlage. Sie nehmen als Anteilseigner an der Willensbildung der Gesellschaft teil und besitzen ein Stimmrecht (üblicherweise nach der Höhe / Menge ihrer Anteile). Die Kapitalgesellschaft gilt als juristische Person. Ihre Haftungsrisiken sind eingeschränkt. Beispiele für Kapitalgesellschaften sind AG, KGaA, GmbH usw.
  • Bei Personengesellschaften schließen sich zwei oder mehr Personen zusammen um einem Geschäftszweck nachzugehen. Hier arbeiten die Gesellschafter persönlich mit. Sie haften auch persönlich mit ihrem Vermögen. Zur Willensbildung innerhalb der Gesellschaft wird in der Regel gleichberechtigt nach Köpfen abgestimmt. Beispiele für Personengesellschaften sind OHG, KG, BGB-Gesellschaft usw.
Wichtigste Entscheidungskriterien für die Rechtsform-Wahl sind Haftungsfragen, Mitbestimmungs- und Steuerfragen. Genaue Überlegungen sind hier Pflicht; wer sich (besonders in der Phase der Unternehmensgründung) seinem Geschäft widmen muss, will sich ungern mit gesellschaftsrechtlichen Problemen herumschlagen. Pflicht ist auch das Einholen kundiger Meinung, z.B. bei einem Anwalt für Gesellschaftsrecht. Spätestens wenn es (z.B. bei Personengesellschaften) um Geschäftsführungspflichten, Entscheidungsbefugnisse und Verantwortlichkeiten geht, braucht es feste und sinnvolle Regelungen, die entsprechend den Möglichkeiten der Gesellschaftsform, in einem Gesellschaftsvertrag festgeschrieben werden müssen.

Fragen Sie dringend einen Experten

Damit Ihnen solche Fragen später nicht zu ungelegener Zeit auf die Füße fallen, wenden Sie sich bitte rechtzeitig an einen Experten für Gesellschaftsrecht. Er kann sie fundiert beraten und bei den entscheidenden Sachritten unterstützen. Kontaktieren Sie am besten jetzt gleich unverbindlich einen Rechtsanwalt für Gesellschaftsrecht in Ihrer Nähe!

Weiterführende Informationen
Das könnte Sie auch interessieren
Unter Steueroptimierung und Steuergestaltung sind Wege zu verstehen, übermäßige Steuerlasten durch legale Maßnahmen zu vermindern. Dazu muss man sich mit der Materie, dem Steuerrecht möglichst gut auskennen. (vom 23.10.2017) mehr...
Die Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) ist eine beliebte Rechtsform für Unternehmen, die in Deutschland schon seit 1892 gesetzlich normiert ist. Das GmbH-Recht umfasst neben dem Handelsgesetzbuch auch das Umwandlungsgesetz und die Insolvenzordnung. (vom 28.09.2017) mehr...
Rechte und Pflichten sowie die Innen- und Außenverhältnisse der zahlreichen Gesellschaftsformen sind im Gesellschaftsrecht festgehalten und geregelt. Die Wahl der richtigen Gesellschaftsform sollte sehr gut überlegt sein. Im Zweifelsfall hilft ein Anwalt, die richtige Entscheidung zu treffen. (vom 16.11.2015) mehr...
Eine AG als Firmenbezeichnung macht Eindruck. Das klingt groß - und ist es häufig auch. Aber eine Aktiengesellschaft muss nicht gezwungenermaßen die Superstruktur sein, die am Ende als einziges Unternehmen die Welt beherrscht. Es gibt sie auch in klein und weniger mächtig - und das ist sinnvoll. (vom 30.01.2017) mehr...
Die Position des Geschäftsführers ist zwar eindeutig im Gesellschaftsrecht geregelt. In der Praxis gibt es jedoch viele Situationen, bei denen juristische Fragen auftauchen - und oftmals die Hilfe eines Anwalts von Nöten machen. (vom 16.11.2015) mehr...
Die datenrechtlichen Vorschriften für den Umgang mit persönlichen Daten werden durch die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) innerhalb der europäischen Union harmonisiert und grundlegend reformiert. Aus den Änderungen resultieren umfassende Pflichten für Unternehmen, die ihre internen Prozesse entsprechend anpassen müssen. (vom 28.05.2018) mehr...
Compliance-Verantwortliche sind eine Art unternehmensinterne Aufsichtsinstanz, die laut ihrer Aufgabenbeschreibung darauf zu achten haben, dass aus dem Unternehmen heraus keine Rechtsverstöße und Straftaten begangen werden (können), die der Firma Nachteile durch Haftung oder Ansehensverlust einbringen können. Hier erfahren Sie mehr. (vom 26.10.2015) mehr...
Beratung im Wirtschaftsrecht ist ihren Preis wert. Denn sie vermeidet letztlich Risiken und Kosten, die einem Unternehmen im Dschungel der Paragraphen entstehen zwangsläufig würden. (vom 01.12.2015) mehr...
Wer seine Mitarbeiter am Betrieb beteiligen möchte, kann das aus den verschiedensten Gründen tun. Dabei sind unterschiedliche Formen einer Beteiligung denkbar. Eines verändert sich allerdings immer: die Grundlage der Zusammenarbeit. (vom 25.02.2016) mehr...
Expertentipps zu Personengesellschaften & Körperschaften

Cookies helfen uns bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Datenschutzerklärung