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Glücksspiel: Das eingesetzte Vermögen ist entscheidend

Nicht alle Geldspiele gelten juristisch gesehen als Glücksspiel. Dazu müssen wir uns zunächst die Unterschiede zwischen einem tatsächlichen Glücksspiel und einem Unterhaltungsspiel (oder Gewinnspiel) genauer anschauen.

Glücksspiel oder Gewinnspiel = Unterhaltungsspiel?

Alle Gewinnspiele mit dem Einsatz Geld, sind abhängig vom Zufall. Das bedeutet: Der Spieler kann kein Talent oder Wissen in die Waagschale werfen; einzig und alleine das Glück für den für ihn passenden Ausgang ist entscheidend. Ob ein solches Spiel tatsächlich so zufällig angelegt ist, wie angepriesen, muss gegebenenfalls juristisch geklärt werden. Dazu gleich mehr. Ob nun ein Gewinnspiel, das primär der Unterhaltung dient, (daher auch das Synonym Unterhaltungsspiel) oder ein Glücksspiel vorliegt, hängt vom eingesetzten Geld ab: Juristisch muss beim Glücksspiel eine beträchtliche Summe Geld investiert werde. Bei Unterhaltungsspielen mit kleinem Geldeinsatz (oftmals für einen guten Zweck) ist dies nicht der Fall. Klar, dass rechtliche Probleme bei echten Glücksspielen eine ganz andere Dimension haben. Es geht um Existenzen; übrigens auch für den Anbieter von Glücksspielen.

Tangierte Rechtsbereiche

Rechtliche Fragen und Probleme treten beim Thema Glücksspiel hauptsächlich in den folgenden Personengruppen auf: Ein Anwalt für Glücksspiel wird in der Regel entweder von einem Glücksspieler beauftragt, von dem Betreiber privater Homepages oder von Anbietern von Glücksspielen.

Glücksspieler

Wenn es um nicht unerhebliche finanzielle Einsätze geht, muss sich ein Glücksspieler darauf verlassen können, dass alles mit „rechten Dingen“ zugeht. Sollten Sie als Glücksspieler Indizien dafür haben, dass ein Casino o.ä. betrügt, sollten Sie sich zeitnah anwaltliche Unterstützung holen. Dass „immer die Bank gewinnt“, ist weder Drohung noch Versprechen - juristisch gilt: Der Ausgang muss dem Einfluss aller Beteiligten entzogen sein – auch der Bank.

Betreiber privater Homepages

Abmahnungen im Internet sind lukrativ – für die Abmahner. Gerade als Betreiber einer privaten Homepage müssen Sie in Bezug auf mögliche Konsequenzen, die das Strafrecht betreffen, aufpassen. Denn auch das Bewerben (gewerblicher) Online-Casinos ist privaten Anbietern untersagt. Dabei spielt es keine Rolle, ob Sie einen großflächigen Banner oder lediglich einen Textlink eingefügt haben. Nach § 284 Abs. 4StGB machen Sie sich wegen Werbens für öffentliche Glücksspiele strafbar. Wenn Sie also eine Abmahnung erhalten haben, kontaktieren Sie umgehend einen Anwalt. Bezahlen Sie möglichst niemals die geforderte Summe oder gestehen schriftlich Ihre Schuld ein. Doch auch in diesem Fall kann ein Anwalt vielleicht noch das Schlimmste abwenden helfen. Besprechen Sie Ihren Fall umgehend mit einem erfahrenen Rechtsanwalt.

Anbieter von Glücksspielen

Als Anbieter von Glücksspielen gelten in der Regel die für Ihr Bundesland ausgearbeiteten Ländervorschriften. Ein erfahrener Anwalt in Ihrem Bundesland bietet umfassende und detaillierte Beratung und Begleitung. Übrigens: Auch wettbewerbsrechtliche Vorschriften gilt es zu berücksichtigen. In vielen Bereichen bzw. an vielen Orten gilt immer noch ein staatliches Monopol. Vorsicht also vor übereilten Eröffnungen; im Zweifelsfall haben Sie das Nachsehen! Klären Sie Ihre Rechtsfragen oder bereits aufgetretene Rechtsprobleme mit einem Anwalt für Glücksspiel.

Letzte Aktualisierung am 2016-01-11

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