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Rechtliches zum Hundebiss

Letzte Aktualisierung am 13.04.2016 / Lesedauer ca. 2 Minuten
Ein Hundebiss kann zu einer Vielzahl gesundheitlicher Folgen führen. Einerseits können körperliche Schäden auftreten, andererseits kann der Gebissene psychische Folgen erleiden. Der Halter eines Hundes ist für das Verhalten seines Tieres grundsätzlich verantwortlich. Das bedeutet: Beißt sein Hund eine andere Person - oder ein anderes Tier, wird zunächst der Halter für den entstandenen finanziellen Schaden herangezogen. Allerdings geht es, wie so häufig, um die Frage, ob eine Schuld im Rechtssinne vorliegt.

Um welchen Schaden, um welche Kosten geht es?

Kann einem Halter bei einem Hundebiss schuldhaftes Verhalten nachgewiesen werden, muss er den entstandenen Schaden ersetzen. Der Anspruch auf Schadensersatz reicht von Heilkosten beim Tierarzt, über das Anwaltshonorar bis hin zum Ersetzen von beschädigter Kleidung oder Wertgegenständen (Uhr, Kette o.ä.). Grundsätzlich steht dem Gebissenen auch Schmerzensgeld zu. Die Höhe des Schmerzensgeld bemisst sich an der Schwere der Verletzung und ob dem Verletzten eine Mitschuld trifft oder nicht; und wenn ja, in welcher Höhe.

Hundebiss ohne Anspruch auf Schadensersatz oder Schmerzensgeld

Ein Hundebiss kommt in der Praxis recht häufig vor. Entsprechend viele Urteile gibt es dazu. Gerade die Frage nach der Mitschuld beschäftigt die Gerichte immer wieder. Kommt es zum Hundebiss, weil der Hund eigenmächtig und ohne Fragen gestreichelt wurde, kann der Hundebiss aus rechtlicher Sicht als selbst verursacht eingeordnet werden. Auch ist der Hundehalter nicht immer der richtige Ansprechpartner: Im Falle des Hundebisses eines Polizeidiensthundes wurde nicht der Hundeführer sondern der Freistaat Bayern zur Übernahme von Schadensersatz und Schmerzensgeld herangezogen, obwohl sich der Vorfall in der Freizeit des Betreuers ereignet hatte (Az.: 3 O 81/15).

Vorsicht: private Haftpflichtversicherung reicht nicht!

Die wichtigste Empfehlung für einen Hundehalter ist der Abschluss einer Hundehalterhaftpflichtversicherung. Die spezielle Haftpflicht für Hunde sichert Personenschäden (also auch den Hundebiss), Schäden an anderen Hunden, Vermögensschäden (vor Geschäft angeleinter Hund vergrault Kunden) und Vermögensschäden infolge eines Personenschadens (Handwerker kann aufgrund des Hundebisses nicht mehr arbeiten). Auch wenn ein Nachbarkind mit dem Hund Gassi geht, ist der Hund trotzdem versichert. Oder ist die Verletzung zustande, weil Sie den Hund trotz Leinenzwang nicht angeleint haben? Auch in diesem Fall zahlt die Versicherung. Einziger Haken: Sie bzw. Ihr Hund kann von der Versicherungsgesellschaft auch abgelehnt werden. Das kann dann der Fall sein, wenn der Hund bereits einmal gebissen oder bereits einen Schaden angerichtet hat. Seien Sie dennoch ehrlich bei der Angabe der Daten über Ihren Hund! Versuchen Sie Fehltritte Ihres Hundes unter den Tisch zu kehren, wird die Versicherung im Versicherungsfall nicht zahlen - und mit ziemlicher Sicherheit Recht bekommen.

Anwalt für Zivilrecht kann Ihnen helfen

Ein Anwalt für Zivilrecht hilft Ihnen bei der Durchsetzung Ihrer Rechte als Betroffener genauso wie bei der Abwehr von (unberechtigten) Anschuldigungen. Wie Sie bereits weiter oben haben lesen können, kann es sogar sein, dass die Gegenseite die Anwaltskosten übernehmen muss. Besprechen Sie Ihren Fall in aller Ruhe mit einem Rechtsanwalt für Zivilrecht in Ihrer Nähe; gleich hier über anwaltssuche.de.