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Kaution: Nicht nur im Mietrecht ein großes Thema

Am häufigsten findet sich die Kaution als Sicherheit bei der Miete einer Wohnung. Der Vermieter verlangt vom Mieter zu Mietbeginn eine Kaution in einer bestimmten Höhe (Mietkaution), aus der Forderungen des Vermieters gedeckt werden. Sollte der Mieter seinen Zahlungspflichten nicht nachkommen, sollten Schäden am Mieteigentum entstanden sein oder Renovierungspflichten vernachlässigt worden sein, behält der Vermieter den Teil der Kaution ein, der den Schaden deckt.

Üblich, wenn Sie ein Auto am Urlaubsort mieten

Wenn Sie an Ihrem Urlaubsort ein Auto mieten, verlangen Autovermieter in der Regel eine Kaution als Sicherheit. Das Vermiet-Unternehmen verwahrt die Kaution bis zur Rückgabe des (unbeschädigten!) Fahrzeuges und händigt sie dann dem Mieter wieder ungekürzt aus. Zweck der Kaution ist in diesem Fall eine Ergänzung der mit der Fahrzeugmiete abgeschlossenen Versicherung: Meist verlangen Autovermieter eine Kaution, die der Höhe der vereinbarten Selbstbeteiligung der abgeschlossenen Fahrzeugversicherung entspricht. Im Schadenfall kann der Vermieter die Kaution dann einbehalten. Er ist damit sicher, dass ein vom Mieter verursachter Schaden auf jeden Fall in der entsprechenden Höhe gedeckt ist.

Verleiher schließen ohne Kaution keine Geschäfte ab

Auch in anderen Bereichen sind Kautionen üblich, z. B. beim Skiverleih. Ski sind kostspielige Gegenstände. Sie sind in der Anschaffung teuer für den Vermieter, der sie in allen Größen und in hoher Stückzahl vorhalten muss. Kunden erwarten außerdem, dass sie moderne Neuware leihen können und nicht etwa alte und zerkratzte Bretter. Der finanzielle Einsatz für den Skiverleih ist also hoch; man möchte sich möglichst absichern. Um Missbrauch oder Diebstahl vorzubeugen, verlangt das Unternehmen beim Verleih von seinen Kunden eine Kaution.

Mietbedingungen stets aufmerksam anschauen!

Ob Sie Biertische, Fahrräder, Musikanlagen, Werkzeuge, Partyzelte oder technische Geräte ausleihen möchten - mit den Vermietern solcher Gegenstände kommen Sie nur dann ins Geschäft, wenn Sie bereit sind, eine Kaution zu hinterlegen. Die Kaution ist Vertragsgegenstand; sie ist üblicherweise in den Mietbedingungen oder in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) des vermietenden Unternehmens festgelegt. Dort ist auch fixiert, wann und unter welchen Voraussetzungen der Vermieter die Kaution oder Teile davon einbehalten darf. Bei ordnungsgemäßer und rechtzeitiger Rückgabe des verliehenen Gegenstandes muss der Vermieter die Kaution in der vereinbarten Höhe zurückgeben (wenn auch alle übrigen Vertragsvereinbarungen erfüllt sind). Dagegen können verspätete Rückgabe, (vermeintliche) Beschädigung oder eventuelle Forderungen Dritter den Vermieter veranlassen, die Kaution ganz oder teilweise zurückzubehalten. Es empfiehlt sich daher dringend, die Mietbedingungen oder AGB nicht einfach zu unterschreiben sondern bereits vor Abschluss des Geschäftes aufmerksam zu lesen.

Eine Kaution kann vor einer drohenden Untersuchungshaft retten

Eine Kaution kann aber auch den Charakter einer Bürgschaft haben, was in der Regel im Strafrecht der Fall ist. Droht einem Bürger die Untersuchungshaft, kann er, sofern das Gericht zustimmt, eine Untersuchungshaft durch das Bereitstellen einer Kaution vermeiden. Die Kaution wird einbehalten, wenn der Bürger nicht zur angesetzten Gerichtsverhandlung erscheint.

Bei Fragen zur Kaution hilft ein Anwalt

Kautionsfragen können verschiedene Rechtsgebiete berühren, am häufigsten das Mietrecht, aber auch das Vertragsrecht oder das Strafrecht. In allen diesen Rechtsbereichen finden Sie bei uns Anwälte, die Sie kundig beraten und unterstützen, und die Sie gekonnt vertreten, wenn es notwendig sein sollte. Kontaktieren Sie am besten jetzt gleich unverbindlich einen Rechtsanwalt für das entsprechende Fachgebiet in Ihrer Nähe!

Letzte Aktualisierung am 2016-07-13

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