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Behandlung im Krankenhaus: Grundlage ist ein Vertrag

Letzte Aktualisierung am 31.12.2015 / Lesedauer ca. 2 Minuten
Patienten treten mit dem Krankenhaus grundsätzlich in eine Geschäftsbeziehung ein, wenn sie dort behandelt werden möchten. Sie schließen einen Krankenhausvertrag (Krankenhaus-Aufnahmevertrag) ab, der die Rechte und Pflichten der Vertragspartner festlegt. Ein Krankenhausvertrag liegt jedoch nicht immer vor. Bei einer ambulanten Krankenhausbehandlung kommt es auf die genaueren Umstände an.

Die Partner des Krankenhausvertrages

Wichtig zu wissen: Vertragspartner des Krankenhaus(aufnahme)vertrages ist einerseits der Patient, andererseits der Träger des Krankenhauses. Jedoch kann auch ein Arzt Vertragspartner des Patienten sein, wenn es sich um einen Belegarzt handelt. In diesem Fall behandelt der Belegarzt den Patienten, während das Krankenhaus zuständig ist für die Unterbringung und einfache (z.B. pflegerische) medizinische Leistungen.

Haftungsfragen bei einer Krankenhausbehandlung

Verläuft eine Behandlung im Krankenhaus zufriedenstellen und ohne Komplikationen, muss man sich über Schadenersatz oder Haftungsfragen keine Gedanken machen. In anderen Fällen ist der Krankenhausvertrag unter anderem deshalb wichtig, weil er neben den Leistungen, die zu erbringen sind, auch regelt, wer für eventuelle Schäden bzw. Behandlungsfehler ("Ärztepfusch") aufzukommen hat. Wird der Vertag allein zwischen Krankenhaus und Patient geschlossen ("totaler Krankenhausaufnahmevertrag") haftet das Krankenhaus bzw. dessen Träger allein gegenüber dem Patienten. Der Träger steht damit für die Fehler gerade, die das medizinische und nicht medizinische Personal seiner Einrichtung verschuldet hat. Bei anderen Formen des Krankenhausvertrages ("Belegarzt") liegen die Haftungsfragen anders. Entscheidend ist immer, wer die Vertragsparteien sind.

Wer nach einer Krankenhausbehandlung die Zeche zahlt

Das Gros aller Patienten, die sich zu einer Behandlung ins Krankenhaus begeben (ca. 90 Prozent), ist gesetzlich versichert. Im Krankenhaus zahlen sie daher nichts für die Behandlung - die Krankenhausrechnung begleicht ihre Krankenkasse (mit Ausnahme privat vereinbarter Zusatzleistungen oder gesetzlich vorgeschriebener Zuzahlungen). Anders bei Privatpatienten: Hier zahlt der Patient direkt; er geht in Vorleistung und erhält die verauslagten Kosten von seiner privaten Krankenversicherung rückerstattet. Sofern es sich nicht um einen Notfall handelt, einigen sich Patient und Krankenhaus vor der Behandlung auf bestimmte Leistungen, die bei der Behandlung vom Krankenhaus zu erbringen sind, angefangen von der Art der Unterbringung ("Einbettzimmer", "Zwei- oder Mehrbettzimmer") bis zu den medizinischen Details der Behandlung, oder, falls vom Patienten gewünscht, auch persönliche Behandlung durch den Chefarzt. Allerdings müssen Privatpatienten in eigener Verantwortung darauf achten, dass die Kosten der vereinbarten Leistungen auch durch den mit ihrer Krankenversicherung vereinbarten Tarif gedeckt sind. Jeder private Krankenversicherer bietet Tarife oder Tarifpakete mit Leistungen an, die sich stark unterscheiden können. Hier ist also Vorsicht geboten: Herrscht keine Klarheit über die vereinbarten Leistungen, bleibt der Patient leicht auf Kosten sitzen, mit denen er nicht gerechnet hat.

Unterstützung finden Sie bei einem Anwalt für Medizinrecht

Wenn Sie nach einer Behandlung im Krankenhaus nicht mit dem Ergebnis zufrieden sind oder gar einen Behandlungsfehler vermuten, wenn Ihre Rechnung unerwartet hoch ausfällt oder wenn Sie sich bestimmte Rechnungspost nicht erklären können, schaffen Sie Klarheit. Bei uns finden Sie ausgewiesene Fachleute, die sie gerne beraten. Kontaktieren Sie am besten jetzt gleich unverbindlich einen Rechtsanwalt für Medizinrecht in Ihrer Nähe!


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