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Migration & Flüchtlinge: Wer darf bleiben und wer kann helfen?

Flüchtlingen, die nach Deutschland kommen, steht grundsätzlich ein langwieriges Asylverfahren bevor. Das geht aus einer aktuellen Studie der Universität Kiel hervor.

Was bedeutet Migration und wann ist man ein Flüchtling?

Laut dem BAFM versteht man unter Migration, wenn ein Mensch den Mittelpunkt seines Lebens räumlich verändert. Erfolgt dies über Ländergrenzen hinweg, spricht man von internationaler Migration. Als Flüchtling werden Menschen im Sinne der Genfer Flüchtlingskommission bezeichnet, die ihr Heimatland aus Angst vor Verfolgung aufgrund ihrer Nationalität, Rasse, Religion oder politischen Gesinnung verlassen haben. Laut internationalem Völkerrecht werden Menschen, die zur Flucht gezwungen werden als Flüchtlinge bezeichnet, Menschen die "freiwillig" ihre Heimat verlassen sind Migranten.

Welche Arten von Migration gibt es?

Die Art der Migration wird durch die Motive der Flüchtlinge bestimmt. Zum einen gibt es Kriegsflüchtlinge, die ihren bisherigen Lebensmittelpunkt aufgrund von kriegerischen Auseinandersetzungen oder politischer Verfolgung aufgegeben haben. Dann gibt es Flüchtlinge, die in ihrem Lebensumfeld Diskriminierungen ausgesetzt waren und etwa aus politischen Gründen ihre Heimat verlassen mussten. Ein weiteres Motiv für Migration ist die wirtschaftliche Lage im bisherigen Heimatland. Flüchtlinge verlassen ihre Heimat aus ökonomischen Gründen wie Armut oder schlechten Gesundheitssystemen. Sie rechnen sich zum Beispiel in Europa bessere wirtschaftliche Chancen für ihr Leben aus.

Was versteht man unter Migrationshintergrund?

Im deutschen Sprachgebrauch hat sich der Begriff "Mensch mit Migrationshintergrund" in den letzten Jahren eingebürgert. Gemeint sind damit Zuwanderer, Flüchtlinge und auch deren in Deutschland geborenen Nachkommen. Laut aktuellen Statistiken leben derzeit 15 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland.

Welche Unterstützung erhalten Migranten und Flüchtlinge?

Migration ist oft mit Sprachschwierigkeiten und mangelnder gesellschaftlicher Integration verbunden. In Deutschland regelt das Zuwanderungsgesetz die Unterstützungsleistungen für Migranten und Flüchtlinge, wie etwa Sprachkurse. Außerdem erhalten sie Hilfe bei der Integration in den Arbeitsmarkt. Ein Internetportal und eine Telefon-Hotline stehen den Flüchtlingen und Migranten kostenlos bei Fragen zu Berufsqualifikationen etc. zur Verfügung.

Was müssen Familien beachten, die einen Flüchtling aufnehmen wollen?

Flüchtlinge, die in Deutschland um Asyl bitten und ein entsprechendes Verfahren durchlaufen müssen in den ersten sechs Wochen bis drei Monaten in einer Aufnahmeeinrichtung leben und dort das Asylverfahren einleiten. In dieser Zeit ist es Familien nicht möglich, einen Flüchtling in ihre Wohnung aufzunehmen. Nach der Zeit in der Aufnahmeeinrichtung werden Flüchtlinge in Gemeinschaftsunterkünften mit Wohnsitzauflage untergebracht. Sie können nur dann bei einer Familie untergebracht werden, wenn die zuständige Behörde dies erlaubt, die Gemeinschaftsunterkunft voll ist oder wenn der Flüchtling Arbeit hat. Ist ein Flüchtling als solcher vom Bundesamt für Migration anerkannt, erhält er eine Arbeitserlaubnis und eine Aufenthaltserlaubnis. Er kann sich dann selbstbestimmt eine Unterkunft besorgen.

Wie kann ein Anwalt Migranten und Flüchtlingen helfen?

Ein Anwalt oder Fachanwalt für Migrationsrecht ist ein Experte im Hinblick auf nationale und völkerrechtliche Regelungen rund um das Thema Migration sowie im internationalen Flüchtlingsschutz. Bei ablehnten Asylanträgen oder Aufenthaltserlaubnissen, insbesondere wenn eine Abschiebung droht, kann er Flüchtlinge und Migranten beraten und vor Ausländerbehörden und Gerichten vertreten. Er kann auch bei der Einbürgerung in Deutschland helfen oder Visa im Rahmen einer Familienzusammenführung beantragen.

Letzte Aktualisierung am 2017-04-05

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