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Namensrecht in Bezug auf natürliche Personen

Letzte Aktualisierung am 26.04.2016 / Lesedauer ca. 2 Minuten

Unterscheidung: Namensrecht für natürliche und juristische Personen

Im Allgemeinen Sprachgebrauch wird der Begriff "Namensrecht" dann benutzt, wenn es rechtliche Fragen mit dem Namen einer natürlichen Person gibt - meist ist es ein Änderungswunsch des Familiennamens. Solche Fragen werden juristisch im Familienrecht geregelt. Probleme mit dem Firmennamen fallen hingegen eher in den Bereich Gewerblicher Rechtsschutz (schauen Sie auch hier: Schutz Firmenname ), wo es um unerlaubtes Verwenden des eigenen Firmennamens geht. Nachfolgend gehen wir näher auf das Namensrecht natürlicher Personen ein.

Persönliches Namensrecht

In Deutschland können Eltern den Vornamen ihres Kindes relativ frei wählen - sieht man mal von außergewöhnlichen Vornamen ab. Hier entscheidet das örtliche Standesamt zum Wohle des Kindes. Generell kann man feststellen, dass die Beamten mittlerweile Namen tatsächlich seltener ablehnen als noch vor zehn Jahren. So akzeptierten Standesämter in jüngster Vergangenheit unter anderem die Vornamen "Milka", "Sunshine", "Courage" und "Sheriff". Auch beim Nachnamen gibt es viele Möglichkeiten, je nachdem in welcher Familienkonstellation ein Kind zur Welt kommt (Ehe, nichteheliche Lebensgemeinschaft o.ä.) oder welche Wünsche es hier gibt (ausländische Gepflogenheiten, Traditionen etc.). Aufgrund von Trennung oder gar Scheidung, äußern viele Eltern - aber auch Kinder - den Wunsch, den Familiennamen zu ändern. Obwohl das Namensrecht auch in punkto Familiennamen großzügiger geworden ist, lehnen die Standesämter viele Wünsche dennoch ab.

Oft gestellte Fragen

Häufig erhalten Juristen folgende Fragen in Bezug auf das Namensrecht:
  • Ein Kind soll durch Trennung / Scheidung einen anderen Familiennamen erhalten oder es soll ein Teil des bisherigen Nachnamens gestrichen werden
  • Ein Kind oder ein Elternteil möchte selbst einen neuen, veränderten Familiennamen tragen
  • Erwachsene Personen möchte ihren Vornamen oder ihren Nachnamen ändern oder einen neuen Zweitnamen eintragen lassen
  • Eltern überlegen, welchen Familienname ein Kind tragen soll, da sie bei der Geburt des Kindes nicht verheiratet sein werden oder beide bereits getrennte (Doppel-)Namen tragen
  • Ausländische Eltern möchten sich über das deutsche Namensrecht informieren und suchen nach einer für sie passenden Lösung

Entscheidend: der wichtige Grund

Um einen Vor- oder Nachnamen ändern oder anpassen zu lassen, dafür bedarf es einen so genannten wichtigen Grund. Die Standesämter entscheiden recht frei, inwieweit der angegebene Grund tatsächlich wichtig ist. Wichtige Gründe können etwa sein:
  • religiöse Gründe
  • Familienname musste zwangsweise getragen werden (Zwangsheirat )
  • große psychische Belastung, die der Antragsteller auf den Namen zurückführen kann
  • der Name macht den Antragsteller lächerlich oder setzt in im Alltag permanent herab
Bei der Antragsstellung muss der wichtige Grund glaubhaft dargestellt und alle nötigen Nachweise und Dokumente beigelegt werden.

Hilfe beim Rechtsanwalt

Wie bereits erwähnt, ist Ansprechpartner für eine Namensänderung das örtliche Standesamt. Die Gebühren, die die Standesämter verlangen, sind mitunter sehr hoch und übrigens unabhängig davon, ob ein Wunsch stattgegeben wird oder nicht. Ein Vorabgespräch bei einem Anwalt macht Sinn, um sich Klarheit über die Möglichkeiten und Grenzen zu verschaffen. Die Begleitung bei der Antragsstellung unterstreicht den Wunsch des Antragssteller und hilft, diesen Wunsch auch genehmigt zu bekommen - kann aber leider keinen Erfolg garantieren.


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