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Organspende: Nichts zu sagen genügt nicht

Letzte Aktualisierung am 25.11.2015 / Lesedauer ca. 2 Minuten

Früher: keine Organspende ohne Einwilligung

Die Bereitschaft zur Organspende konnte man früher durch einen Organspender-Ausweis signalisieren. In aller Regel sollte dieser im Geldbeutel oder im Führerschein zu finden sein oder den persönlichen Unterlagen beigelegt werden. Hier konnte man Pro oder Kontra signalisieren. War kein Organspender-Ausweis aufzufinden, konnten die Angehörigen befragt werden, ob sie (den "mutmaßlichen Willen" des Verstorbenen zugrunde legend) einer Organentnahme zustimmen würden. Diese Möglichkeit wurde allerdings in den seltensten Fällen umgesetzt.

Heute: Jeder Bundesbürger soll seinen Willen in Sachen Organspende bekunden

Organspender-Ausweise gibt es nach wie vor, aber heute gilt die so genannte "Entscheidungslösung". Sie sieht vor, dass sich möglichst jeder Bundesbürger in dieser heiklen Frage informieren und dann zu einer persönlichen Entscheidung kommen soll: Bin ich ein Organspender oder bin ich keiner? Diese persönliche Entscheidung sollte irgendwo dokumentiert werden - geplant war die Gesundheitskarte der Krankenkassen. Das ist allerdings bisher nicht geschehen. Eine Pflicht, in Sachen Organspende Pro oder Kontra zu entscheiden, gibt es nicht.

Was passiert, wenn keine Willenserklärung vorhanden ist?

Ist keine Aussage des potenziellen Spenders zur Organspende zu finden, können nach wie vor die Angehörigen befragt werden. Hier gibt es eine Entscheidungs-Hierarchie: Ehepartner/Lebenspartner stehen an erster Stelle, dann folgen die volljährigen Kinder usw. Doch kann man seinen Angehörigen eine solche Entscheidung wirklich zumuten?

Am besten sicher dokumentieren, was man möchte

Wer diese Belastung für seine Lieben vermeiden möchte, und wer außerdem sicher sein möchte, dass der eigene Wille für oder gegen eine Organspende berücksichtigt wird, ist gut beraten, dies in einer persönlichen Willenserklärung zu dokumentieren, zum Beispiel in einer Patientenverfügung. Allerdings haben nur sehr wenige Menschen eine Patientenverfügung verfasst, und unter ihnen sind kaum jüngere. Doch das Thema Organspende geht auch junge Menschen an - ab 14 Jahren kann ein Mensch von Gesetzes wegen Organe spenden (Minderjährige natürlich nur mit Zustimmung der Eltern. Was wenige wissen: Der Organspendeausweis lässt beide Möglichkeiten offen; man kann hier einer Spende zustimmen, man kann sie auch explizit ablehnen.

Im Ausland ist Vorsicht geboten!

Wer im Ausland unterwegs ist, sollte vorsichtig sein, denn er unterliegt in Sachen Organspende den dort geltenden Gesetzen. Und die sehen anders aus als hierzulande. Wenn Sie sicher sein wollen: Führen Sie entsprechende Dokumente mit sich, die von den Behörden Ihres Reiselandes akzeptiert werden. Fragen Sie am besten einen Fachmann, wenn Sie Sicherheit in Sachen Organspende haben wollen. Er kennt die aktuelle Gesetzeslage, weiß den fachlich korrekten Wortlaut für Ihre Patientenverfügung (die ist sowieso wichtig!), berät Sie bei Reisen ins Ausland. Kontaktieren Sie am besten jetzt gleich unverbindlich einen Rechtsanwalt für Medizinrecht in Ihrer Nähe!


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