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Probezeit: Testphase für Chef und Mitarbeiter

Mögliche Vertragsgestaltungen

Normalerweise vereinbaren Arbeitgeber und Arbeitnehmer einen unbefristeten Arbeitsvertrag inklusive vorgeschalteter Probezeit. Lassen die Vertragspartner diese Zeit ohne Einwendungen verstreichen, ist der Arbeitnehmer "fest" angestellt. Eher unüblich, aber juristisch möglich, ist ein befristetes Anstellungsverhältnis auf Probe. Das heißt, das Arbeitsverhältnis endet mit dem Ende der Probezeit automatisch. Ist der Vertrag widersprüchlich formuliert oder ist von Probezeit gar nicht explizit die Rede, wird von einem unbefristeten Arbeitsverhältnis mit Probezeit ausgegangen.

Dauer der Probezeit, Vergütung

In aller Regel dauert eine Probezeit einige Monate, in den häufigsten Fällen sechs Monate. Eine hiervon massiv abweichende Dauer - beispielweise zwei Jahre Probezeit - ist im Normalfall nicht zulässig; eine rechtliche Abklärung im Zweifelsfall dringend empfohlen. Der Arbeitnehmer erhält grundsätzlich auch bereits in der Probezeit das vereinbarte Gehalt in voller Höhe. Zulässig ist allerdings, während der Probezeit ein niedrigeres Gehalt zu vereinbaren oder Nebenleistungen auszuschließen.

Hat der Arbeitnehmer einen Kündigungsschutz?

Viele denken, ein Arbeitgeber könnte einem Angestellten auf Probe quasi ohne Grund wieder den Laufpass geben. Das stimmt so nicht: Handelt es sich um ein unbefristetes Arbeitsverhältnis mit Probezeit kann im Zweifelsfall der gesetzliche Kündigungsschutz greifen. Das heißt: Der Arbeitgeber kann nicht einfach so oder mit Angabe von schwammigen Gründen kündigen ("Ich habe es mir anders vorgestellt und kündige..."). Allerdings: Generell ist es leichter, ein Arbeitsverhältnis noch während der Probezeit zu beenden - der Einzelfall ist dennoch entscheidend.

Die Frage heißt: Soll daraus eine dauerhafte Zusammenarbeit werden?

Als Arbeitgeber oder Arbeitnehmer müssen Sie innerhalb der Probezeit für sich mehrere Fragen beantworten: Möchten Sie tatsächlich, dass der Vertrag über die Probezeit hinaus besteht? Und: Ist die Kündigung eines Vertragspartners während der Probezeit juristisch korrekt? Wenn nein, müssen Sie überlegen, ob Sie mit allen juristischen Mitteln wirklich auf den Vertrag pochen wollen. Sind Sie unsicher, empfiehlt es sich zunächst in eine rechtliche Beratung zu investieren, um alle Möglichkeiten auszuloten und am Ende eine optimale Entscheidung fällen zu können.

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Letzte Aktualisierung am 2016-04-05

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