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Auch entsprechende Andeutungen sind sexuell belästigend

Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz: Meist liegt ein Machtspiel zu Grunde. Nur selten hat der Belästiger tatsächlich sexuelle Handlungen im Sinn. Wehren sollten Sie sich allemal - und zwar mit aller gebotenen Härte. Und zwar auch dann, wenn sie unverschuldet der sexuellen Belästigung beschuldigt werden.

Grundsätzliches

Auf fruchtbaren Boden fällt sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz insbesondere dort, wo das Opfer auf das Arbeitsverhältnis aus finanziellen Gründen angewiesen ist oder sich beispielsweise noch in der Probezeit befindet. Zudem sind die Grenzen zwischen einem rauen oder familiären Umgangston und einer tatsächlichen sexuellen Belästigung fließend. Männliche Belästiger gehen mit einem anzüglichen Verhalten gerne fachlichen Auseinandersetzungen mit weiblichen "Mitbewerbern" aus dem Weg.

Gerichte verurteilen auch Andeutungen und verbale Äußerungen

Grundsätzlich bedeutet sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz, dass eine Person gegen ihren Willen durch sexuell motiviertes Verhalten bedrängt wird. Arbeitsrechtler begreifen heutzutage auch ausdrücklich verbale Andeutungen und wiederholtes Unterschreiten der minimalen Körperdistanz als sexuelle Belästigung und lassen auch keine Ausreden wie Attraktivität der Betroffenen, deren Umgangsformen oder ähnliches gelten. Wie immer gilt jedoch spätestens vor Gericht: Das Verhalten muss nachgewiesen werden.

Was Betroffene und Zeugen tun sollten

Opfer sexueller Belästigung sollten deshalb möglichst schnell und gezielt handeln. Das bedeutet: Während der Belästigung überlaut auf den Übergriff aufmerksam machen - ja: den Belästiger möglichst bloß stellen, zudem falls möglich Beweise sichten und einen Rechtsanwalt aufsuchen. Gerade wenn Sie sich unangemessenem Verhalten ausgesetzt fühlen, sich aber unsicher sind, ob das auch "objektiv" als sexuelle Belästigung angesehen werden kann, sollten Sie Ihren Fall unbedingt zeitnah einem Experten schildern. Das sei ausdrücklich auch Arbeitgebern angeraten, die als Zuschauer Zeugen solchen Verhaltens werden. Denn: Wer vorschnell eine fristlose Kündigung ausspricht, kann vor Gericht zwar Recht bekommen – kann aber auch den Kürzeren ziehen, wenn er keine Abmahnung vorausgeschickt hat. Auch wenn es noch so gut gemeint ist: Sichern Sie Ihre Reaktion lieber fachkundlich ab.

Sexuelle Belästigung als Karriereknick?

Viele Opfer versuchen die Belästigung zu vertuschen, aus Angst ihrem Unternehmen und letztlich ihrer Karriere zu schaden. Studien beweisen aber: Meist ist das Gegenteil der Fall. Wer sich deutlich gegen aufdringliches Verhalten zur Wehr setzt, dem zollen Chef und Kollegen erfahrungsgemäß ein hohes Maß an Respekt.

Vorwurf sexuelle Belästigung? Sofort zum Anwalt

Für Ihre Karriere weitaus heikler, ist es für die Personen, die unschuldig der sexuellen Belästigung bezichtigt werden. Hier ist ein juristischer Beistand quasi unabdingbar. Denn Sie wissen: Wenn Sie den unberechtigten Vorwurf nicht von Grund auf ausmerzen, bekommen Sie vielerorts kein Bein mehr auf den Boden. Vertrauen Sie auf einen Anwalt für Arbeitsrecht und nehmen Sie gleich hier unverbindlich Kontakt auf.

Letzte Aktualisierung am 2016-04-13

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