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Letzte Aktualisierung am 23.05.2017 / Lesedauer ca. 2 Minuten

Was versteht man unter Staatsangehörigkeit?

Unter Staatsangehörigkeit versteht man die Angehörigkeit eines Menschen zu einem bestimmten Staat. Mit der Staatsangehörigkeit verbunden sind alle Rechte und Pflichten, die der Staat in seinen Gesetzen festgelegt hat.

Wie erhält man eine Staatsangehörigkeit?

In Deutschland erwirbt man die Staatsangehörigkeit nach dem Abstammungsprinzip, das bedeutet, ein neu geborenes Kind erhält immer die Staatsangehörigkeit seiner Eltern – und zwar egal wo es geboren wurde. Andere Länder – wie beispielsweise die USA - erteilen die Staatsangehörigkeit nach dem Geburtsortprinzip. Danach erhält ein neu geborenes Kind die Staatsangehörigkeit des Landes, in dem es geboren wurde. Es gibt aber auch die Möglichkeit durch Einbürgerung eine Staatsangehörigkeit zu erlangen. Dafür müssen bestimmte Voraussetzungen des Einbürgerungslandes erfüllt sein und der Mensch muss natürlich den Willen haben, seine Staatsangehörigkeit zu wechseln.

Welche Rechte und Pflichten sind mit einer Staatsbürgerschaft verbunden?

Mit einer Staatsbürgerschaft wird ein Mensch vom Staat geschützt und hat gleichzeitig das Recht sich gegen staatliche Maßnahmen zu wehren. Grundlage sind hier alle Gesetzes und Regelungen, die der Staat festgeschrieben hat. Um nur ein paar Rechte zu nennen: Berufsfreiheit, freie Wahl des Wohnorts oder Reisefreiheit. Zudem gibt eine Staatsbürgerschaft im Verhältnis zu Dritten (Staaten) zum Beispiel konsularischen Schutz. Ein wichtiges Recht, das mit der Staatsbürgerschaft in einer Demokratie verbunden ist, ist das Recht am politischen Leben teilzuhaben, es etwa durch die Wahlfreiheit zu beeinflussen. Staatsbürger treffen allerdings auch Pflichten. So gibt es in manchen Staaten die Wehrpflicht oder die Steuerpflicht.

Kann man die Staatsangehörigkeit auch verlieren?

Eine Staatsangehörigkeit kann auch wieder entzogen werden. So gibt es Ländern, da verliert ein Staatsbürger seine Staatsbürgerschaft, wenn er etwa als Kind von Ausländern adopiert wurde oder in fremde Militäreinheiten eintritt. In wenigen Ländern verliert eine Frau, die einen Mann aus dem Ausland heiratet, ihre Staatsangehörigkeit.

Was ist Staatenlosigkeit?

Menschen, die keine Staatsbürgerschaft eines Landes besitzen, gelten als staatenlos und damit schutzlos. Das internationale Völkerrecht verpflichtet Staaten diesen staatenlosen Menschen nicht auszuweisen und ihnen Schutz zu geben. Grundlage sind internationale Übereinkommen zur Rechtsstellung und Vermeidung von Staatenlosigkeit. Unser Tipp: Bei allen Fragen die sich im Zusammenhang mit Einbürgerung und Staatsangehörigkeit stellen, ist ein Rechtsanwalt ein kompetenter Ansprechpartner!


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