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Unterschlagung: Was ist zu tun?

Letzte Aktualisierung am 19.06.2017 / Lesedauer ca. 2 Minuten

Unterschlagung - schneller passiert als man denkt

Unterschlagen ist schnell: Schon wer eine Fundsache für sich behält und nicht bei einer offiziellen Stelle abgibt, kann sich der Unterschlagung schuldig machen ("Fundunterschlagung"). So gesehen lohnt sich Ehrlichkeit beim Finden gleich doppelt, moralisch und juristisch. Aus juristischer Sicht macht sich der Unterschlagung strafbar, wer eine "fremde bewegliche Sache sich oder einer anderen Person rechtswidrig zueignet". Die Strafen für dieses Delikt können beachtlich sein.

Der Täter muss die unterschlagene Sache behalten wollen

Tatbestandsmerkmal bei der Unterschlagung: Der Täter muss objektiv zeigen, dass er "die fremde Sache" behalten möchte: Er steckt die gefundene Geldbörse ein und bringt sie nicht ins Fundbüro, leiht sich ein Werkzeug, das er nicht zurückgibt sondern im eigenen Gebrauch hat, behält einen Firmenrechner nach dem Ausscheiden aus dem Unternehmen. Alle diese Beispiele können Unterschlagungen darstellen, wenn der Täter sich die fremde Sache zueignet ("Realisierung des Zueignungswillens").

Unterschlagung und Diebstahl sind verwandt

Unterschlagung ist wie Diebstahl ein Eigentumsdelikt; beide sind auch nahe Verwandte. Es gibt aber einen wichtigen Unterschied: Bei einem Diebstahl nimmt der Dieb einer Person gegen deren Willen etwas weg, das sich in deren Gewahrsam befindet; der Täter „bricht“ diesen Gewahrsam und wird zum Dieb. Bei einer Unterschlagung ist das nicht der Fall. Hier hat der Täter bereits Gewahrsam an der Sache, sie ist ihm also bereits zugänglich, befindet sich in seiner Obhut, in seinen Händen, ohne dass er sie jemandem wegnimmt. Er tut aber so als sei sie sein Eigentum.

Veruntreuende Unterschlagung

Härter bestraft als die "einfache" Unterschlagung wird die so genannte "veruntreuende" Unterschlagung. Wer etwas unterschlägt, das ihm anvertraut ist, macht sich dieses Delikts strafbar: Der Chef beauftragt seinen Mitarbeiter mit der Verwaltung einer Kasse für die Pfandrückgabe, der Mitarbeiter zweigt etwas davon für eigene Zwecke ab; ein Kundendienstmitarbeiter ersetzt nicht wie vorgesehen zwei Pumpen bei einem Kunden sondern nur eine und verkauft die andere auf eigene Rechnung, usw. Hier wiegt schwer, dass ein Täter eine Sache anvertraut bekommt und im Interesse des Eigentümers handeln soll, dies aber mitnichten tut.

Unterschlagung von Eigentum oder Vermögen

Wenn Ihr Eigentum oder Vermögen unterschlagen wurde, sollten Sie eine Strafanzeige bei den Strafverfolgungsbehörden stellen. Die Staatsanwaltschaft wird dann entsprechende Ermittlungen aufnehmen. Handelt es sich um eine Unterschlagung im engeren persönlichen Umfeld (im Verwandten- oder im Familienkreis), muss zusätzlich ein Strafantrag gestellt werden. Nicht immer muss eine Unterschlagung strafrechtliche Folgen haben; sie kann auch fahrlässig geschehen. Sie sind jedenfalls immer gut beraten, sich ratsuchend an einen Anwalt zu wenden, der die Situation gut einschätzen und etwaige Folgen beurteilen kann – auf welcher Seite Sie auch stehen mögen. Hier finden Sie mit einem einfachen Klick einen kompetenten Anwalt für Strafrecht – ganz in Ihrer Nähe.


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