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Vergütung Krankenhaus: Wenn das Krankenhaus eine Rechnung stellt

Letzte Aktualisierung am 29.12.2015 / Lesedauer ca. 2 Minuten

Wie wird ein Krankenhaus vergütet?

Was das Krankenhaus in Ihre Rechnung schreiben darf, wurde bis ins Jahr 2003 über individuell ausgehandelte Pflegesatzvereinbarungen geregelt. Nach einer langen Übergangsphase (bis 2010) wurde das Fallpauschalen-System eingeführt. In diesem System gelten für alle Krankenhäuser (es gibt natürlich ein paar Ausnahmen) einheitliche Sätze - mit dem Ziel, Leistung landesweit vergleichbar machen. Krankenhausrechnungen haben es in sich. Wer nicht an den medizinischen Fachbegriffen scheitert, gibt spätestens bei der Interpretation der Verschlüsselungen auf. Kein Mensch kann sich ohne spezielles Wissen durch DRG-, ICD- und OPS-Codes wühlen. Begriffe wie "Landesbasisfallwert" oder "Grenzverweildauer" geben einem dann den Rest. Folge: Als Patient wird es Ihnen ohne Hilfe kaum möglich sein, die Korrektheit der Rechnung zu überprüfen.

Gefahr: Sie bleiben auf Ihren Kosten sitzen

Was aber passieren kann: PKV und Krankenhaus streiten sich um Details und Rechnungsposten. Die Krankenkasse kürzt die Rechnung, weil sie der Meinung ist, bestimmte Behandlungen seien unnötig gewesen, man hätte Sie früher entlassen können, usw. Einen lachenden Dritten gibt es in diesem Spiel leider nicht. Als Versicherter haben Sie die Rechnung bereits bezahlt: Das Krankenhaus ist zufrieden, denn es hat sein Geld bekommen, und die Versicherung ist auch zufrieden, denn sie hat nur das bezahlt, was sie aus ihrer Sicht unbedingt bezahlen musste. Ein besonderes Interesse, Ihren Fall zu klären, hat keiner von beiden. Und Eile auch nicht. Inzwischen ist Ihr Konto schwer in den Miesen, denn Krankenhausrechnungen sind selten bescheiden. Und was ist mit Ihrem Recht?

Auf keinen Fall aufgeben

Wenn Sie nicht wissen, ob die Rechnung stimmt, gewinnen Sie zunächst Klarheit. Finden Sie jemanden, der Ihre Rechnung für Sie übersetzt. Das könnte eine Patientenberatungsstelle sein; auch ein versierter Anwalt für Medizinrecht hilft Ihnen hier mit Sicherheit weiter. Wenn Sie zwischen die Mühlen geraten (Krankenhaus und Krankenversicherung), geben Sie sich nicht gleich geschlagen. Reden Sie zunächst mit Ihrem Krankenversicherer. Erklären Sie, dass die Krankenhausrechnung verstehen und dass sie aus Ihrer Sicht in Ordnung ist. Will der Versicherer nicht von seiner Leistungskürzung Abstand nehmen, begründen Sie Ihren Anspruch schriftlich und fügen Sie Belege und Kommentare bei. Bleibt das auch ohne Ergebnis, suchen Sie sich einen Anwalt für Medizinrecht. Er kann mit Ihnen erörtern, ob Ihre Klage aussichtsreich ist, und er kann Sie wirksam dabei unterstützen, dass Sie Ihr Recht bekommen.


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