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Zeugniscode Arbeitszeugnis: Immer noch so wichtig?

Ein Arbeitszeugnis dokumentiert die Tätigkeit eines Arbeitnehmers in einem Unternehmen, seine Art, seine Dauer, besondere Leistungen etc. Es gilt als Urkunde, und es muss bestimmten Anforderungen genügen. Schließlich soll es künftigen Arbeitgebern dazu dienen, sich bei der Bewerbung ein Bild von einem Bewerber und von seinen Fähigkeiten zu machen. Das Gesetz verlangt, dass ein solches Zeugnis "klar und verständlich formuliert" sein müsse.

Der gesetzliche Anspruch auf ein Arbeitszeugnis

Vorab: Spätestens wenn ein Arbeitnehmer seine Arbeitsstelle wechselt, hat er Anspruch auf ein Arbeitszeugnis. Dieser Anspruch ist in Deutschland über ein Gesetz geregelt. Auch kann ein Arbeitnehmer noch während seiner Beschäftigungszeit ein Zwischenzeugnis verlangen, benötigt dafür aber einen "triftigen" Grund. Von dieser Möglichkeit machen nur wenige Arbeitnehmer Gebrauch, und so manche Personalabteilung versucht, um den Aufwand herum zu kommen. Außerdem lässt die Bitte um ein Zwischenzeugnis vermuten, dass man sich woanders um eine Stelle bewerben möchte. Nicht jeder Arbeitgeber empfindet das als loyal.

So muss ein Arbeitszeugnis aussehen

Wesentliche Anforderungen an ein Arbeitszeugnis sind genau definiert. Ein Arbeitnehmer hat in jedem Fall das Recht auf ein "einfaches Arbeitszeugnis", in dem mindestens Angaben zu Art und Dauer seiner Beschäftigung enthalten sind. Er hat zusätzlich auf eigenes Verlangen das Recht auf ein "qualifiziertes Arbeitszeugnis", das seine Leistungen (z.B. Führungspositionen) und sein Verhalten (z.B. Umgang mit besonderen Anforderungen, Einsatzbereitschaft, Verantwortungsbewusstsein etc.) an der Arbeitsstelle dokumentiert. Was der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer ins Zeugnis schreibt, hat der Wahrheit zu entsprechen UND es muss "wohlwollend" formuliert sein. Dabei verbietet das Gesetz eindeutig die Doppelbödigkeit von Formulierungen: Das Arbeitszeugnis "...darf keine Merkmale oder Formulierungen enthalten, die den Zweck haben, eine andere als aus der äußeren Form oder aus dem Wortlaut ersichtliche Aussage über den Arbeitnehmer zu treffen" (§ 109 Gewerbeordnung (2)). Damit wäre ein Zeugniscode, der verschlüsselte Botschaften transportiert, eigentlich von Tisch bzw. mindestens ungesetzlich.

Prüfen Sie Ihr Arbeitszeugnis sobald Sie es in den Händen halten

Wer ein Arbeitszeugnis erhält, sollte es umgehend sorgfältig prüfen. Ist man mit dem Zeugnis nicht zufrieden, besteht ein Anspruch auf eine Zeugniskorrektur - allerdings nur für begrenzte Zeit. Wer Zeugniscode oder "versteckte" Formulierungen in seinem Zeugnis vermutet, sollte sich damit keinesfalls abfinden. Listen von Formulierungen finden sich im Internet; aus ihnen lassen sich auch (grob) die meist an Schulnoten orientierten Einstufungen ablesen, die der Arbeitgeber ins Zeugnis geschrieben hat.

Wenn Sie mit Ihrem Arbeitszeugnis nicht zufrieden sind ...

Sehr viel besser ist es natürlich, das Arbeitszeugnis von einem Experten (zum Beispiel einem Anwalt für Arbeitsrecht) begutachten zu lassen, der eine benotende Einstufung bewerten kann oder unklare bzw. missverständliche Formulierungen und ggf. versteckte Gemeinheiten durch seine Erfahrung mit einem Blick aufspüren wird. Er kann Ihnen auch sagen, was im Arbeitszeugnis (absichtlich oder unabsichtlich) ausgelassen wurde bzw. schlichtweg fehlt. Mit dieser Experten-Analyse im Rücken können Sie wiederum mit Ihrem Arbeitgeber fundiert über eine Korrektur verhandeln. Verweigert der Arbeitgeber eine Korrektur, oder möchten Sie das Zeugnis anfechten, so ist das nur auf dem Klageweg vor dem Arbeitsgericht möglich. Auch hier wird Sie ein guter Anwalt für Arbeitsrecht fachlich versiert vertreten. Bei uns finden Sie per Klick einen Rechtsanwalt für Arbeitsrecht direkt in Ihrer Nähe, der Sie in Ihren arbeitsrechtlichen Belangen gekonnt unterstützt.

Letzte Aktualisierung am 2016-08-18

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