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Den Rechtsanwalt für Migrationsrecht in Essen Stadtmitte bei Anwaltssuche finden

Rechtsanwältin Radmila Simakin Essen
Rechtsanwältin Radmila Simakin
Jordan Fuhr Meyer GbR
Rechtsanwältin · Fachanwältin für Familienrecht · Verfahrensbeiständin/Umgangspflegerin · Tätigkeitsschwerpunkte: Familienrecht, Ausländerrecht
Pelmanstraße 6, 45131 Essen
0201 - 798887-0
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Radmila Simakin – Ihre Fachanwältin für Familienrecht Scheidung? Adoption? Sorgerecht? Das Familienrecht vereint viele Angelegenheiten, die Menschen emotional fordern bzw. an ihre psychischen Belastungsgrenzen bringen können. Genau hier setze ich als Anwältin an und versuche, durch kompetenten Rechtsbeistand und vertrauensvolle Zugewandtheit zur Verbesserung der jeweiligen Situation meiner Mandantschaft beizutragen. Haben Sie Fragen? Möchten Sie einen Termin vereinbaren? Telefonisch oder über das Kontaktformular auf meinem Profil können Sie mich erreichen. Ich freue mich auf unsere Zusammenarbeit. Vita, Kompetenzen, Rechtsgebiete Rechtswissenschaften studierte ich an der Ruhr Universität in Bochum, das anschließende Referendariat absolvierte ich am Landgericht Dortmund. Ab 2007 war ich einige Zeit für die Staatsanwaltschaft Dortmund tätig und später bei der gesetzlichen Krankenkasse BKK Aktiv in Bochum beschäftigt. Seit 2008 bin ich bei der Fachanwaltskanzlei Jordan Fuhr Meyer tätig. Neben meiner Fachanwaltschaft im Familienrecht habe ich auch im Migrationsrecht und Steuerrecht an Fachanwaltslehrgängen teilgenommen. Diese drei Rechtsbereiche, Familien-, Migrations- und Steuerrecht, ...mehr
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Infos zu Anwälte Migrationsrecht in Essen Stadtmitte
Einwanderungsbehörde setzt Stempel in einen Pass
Einwanderungsbehörde setzt Stempel in einen Pass ©freepik - mko

Rechtssicherheit für Migranten

Das Migrationsrecht lässt sich in zwei Bereiche unterteilen, das Asylrecht und das Aufenthaltsrecht. Das Asylrecht kommt bei politisch verfolgten Menschen zum Tragen, die in in Deutschland um Asyl bitten. Für eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung bedarf es jedoch gewisser Voraussetzungen. Menschen aus sicheren Herkunftsländern oder anderen EU-Mitgliedstaaten bedürfen beispielsweise keines Asyls. Vor 2015 war es für das BAMF (Bundesamt für Migration und Flüchtlinge) relativ einfach, Herkunftsland und Flüchtlingsweg nachzuverfolgen. Die Flüchtlingsmassen, die sich dann auf den Weg nach Deutschland machten, erschwerten die Bedingungen für das BAMF sehr. Neue Maßnahmenpakete wurden verabschiedet um Terroristen und Straftäter zu identifizieren und ihnen gegebenenfalls die Einreise ins Land zu verwehren. Das Kabinett hat Neuerungen im Asyl- und Aufenthaltsrecht beschlossen und darin beispielsweise den Verbleib von Asylbewerbern bis sechs Monate in einer Erstaufnahmeeinrichtung festgelegt und ein Arbeitsverbot während dieser Zeit erlassen. Neue sichere Herkunftsstaaten wurden definiert (Albanien, Montenegro, Kosovo). 2017 wurden weitere Gesetzesänderungen beschlossen. Hierunter fällt auch die mögliche Verpflichtung von Asylsuchenden zum Aufenthalt in Aufnahmeeinrichtungen während der Dauer des Asylverfahrens bis zu max. 24 Monaten. Ein Anwalt für Migrationsrecht in Essen Stadtmitte kennt die aktuelle Rechtslage und kann daraus Ihre derzeitigen Rechte ableiten und Ihnen zu Ihrem Recht verhelfen.

Was sollte man über das Aufenthaltsrecht wissen?

Nicht nur politische Gründe bewegen Menschen aus dem Ausland nach Deutschland zu kommen. Unterschiedliche Fragen wirft schon allein die Tatsache auf, ob die Person aus einem EU-Mitgliedstaat einreist oder aus dem EU-Ausland. Alle ausländischen, nicht EU-Bürger brauchen einen Aufenthaltstitel, wenn sie längerfristig in Deutschland leben wollen. Aufenthaltstitel sind z.B. Visum, Aufenthaltserlaubnis, die Blaue Karte EU, die ICT-Karte oder auch eine Niederlassungserlaubnis. Ein Aufenthaltstitel ist auch für Asylanten notwendig. Ein Aufenthaltstitel wird ausschließlich zu einem bestimmten Zweck erteilt. Die Voraussetzung für einen Aufenthaltstitel benennt das Aufenthaltsgesetz genau: Ausbildung (§§ 16-17 AufenthG) Erwerbstätigkeit (§§ 18 ff. AufenthG) völkerrechtliche, humanitäre oder politische Gründe (§§ 22-26, 104a, 104b AufenthG) Familiennachzug (§§ 27-36 AufenthG) besondere Aufenthaltsrechte (§§ 37-38a AufenthG) Eine Aufenthaltserlaubnis ist je nach Grund der Einreise mit unterschiedlich langen Fristen und Vorschriften ausgestellt. Einen unbefristeten Aufenthaltstitel bekommt man nur unter genau festgelegten Bedingungen. Neben einer bereits seit fünf Jahren bestehenden Aufenthaltsgenehmigung ist unter anderem ein gesicherter Lebensunterhalt notwendig, sowie eine ausreichende Krankenversicherung. Der einzig mögliche Ort für die Antragstellung ist die Stadt des Hauptwohnsitzes des Bewerbers. Die örtliche Ausländerbehörde ist zuständig für die Erteilung von Aufenthaltstiteln. Die Ausländerbehörde ist, wie das BAMF, auch der richtige Ansprechpartner wenn es um Fragen oder Sonderfälle geht. Liegen bei Ablauf des Aufenthaltstitels noch die anfänglichen Gründe vor, so ist eine Verlängerung des Aufenthaltstitels in aller Regel möglich. Hier wird aber Wert darauf gelegt und auch überprüft, ob der Antragsteller an einem Integrationskurs teilgenommen hat. Nach § 50 des AufenthG ist ein Ausländer dazu verpflichtet auszureisen, wenn er keinen Aufenthaltstitel (mehr) besitzt. Das Gesetz listet die Gründe für eine Ausweisung unter § 51 AufenthG auf. Gemeinsam mit der unfreiwilligen Ausweisung wird in aller Regel auch ein Wiedereinreiseverbot erlassen auch um eine sofortige Wiedereinreise zu verhindern. Dies trifft besonders auf Ausländer zu, bei denen man von einer öffentlichen Bedrohung für Deutschlands Sicherheit und Ordnung ausgeht oder die freiheitliche demokratische Grundordnung gefährdet wird. Auch notfalls mit Gewalt wird dann, durch staatliche Behörden, der Ausreisezwang durchgesetzt. Ob ein mögliches Abschiebeverbot vorliegt, kann vom BAMF geklärt werden. Ein fehlender Pass oder eine akute schwere Erkrankung beispielsweise können dann eine Abschiebung verzögern, wenn auch nur für kurze Zeit. Diesen Zustand nennt man Duldung. Diese Frist ist jedoch kein rechtmäßiger Aufenthalt und zögert die Ausreisepflicht lediglich hinaus. Steht zu befürchten, dass die Abschiebung durch Flucht vereitelt würde, so kann eine Abschiebehaft angeordnet werden. In Deutschland sind viele Dinge gut geregelt. Das trifft auch auf die rechtlichen Regelungen rund um die Migration zu. In Einzelfällen kann es aber durchaus hin und wieder zu Fehleinschätzungen kommen. Spätestens bei negativen Bescheiden sollten Sie in eine umfangreiche Beratung eines spezialisierten Anwalts für Migrationsrecht investieren.