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Kategorie: Anwalt Bankrecht/Kapitalmarktrecht , 22.05.2017

Banken müssen Kontoinformationen über Ländergrenzen hinweg an das Bundeszentralamt für Steuern weitergeben

Eine erneute Maßnahme zur Bekämpfung von Steuerhinterziehung: Deutschland will in Zukunft weltweit mit 87 Ländern und deren Finanzinstituten zusammenarbeiten und Informationen über Kontobewegungen sammeln und überprüfen. So soll schneller auffallen, wenn jemand seine Steuererklärung nicht richtig oder nur unvollständig anfertigt.

Bereits 1988 einigten sich Deutschland und 50 andere Saaten erstmalig auf eine gegenseitige Hilfe in länderinternen Steuersachen. In den vergangenen Jahren wurde dieses Übereinkommen um zahlreiche neue Vereinbarungen, beispielsweise innerhalb der Europäischen Union, erweitert. Nun gibt es neue Regelungen und Standards zum automatischen Austausch von Informationen über Finanzkonten, die in fast 90 Staaten gelten.

Das Risiko, bei einer Steuerhinterziehung erwischt zu werden, erhöht sich


Das neue Abkommen ermöglicht eine wesentlich detailliertere Kontrolle von weltweiten Finanztransaktionen. Spätestens seit in den letzten Jahren auch bei Prominenten die Umgehung von Steuerzahlungen festgestellt werden konnte, ist Steuerhinterziehung kein Kavaliersdelikt mehr. Denn für Steuerhinterziehung drohen hohe Geldstrafen und eine mehrmonatige Freiheitsstrafe – zum Teil sogar ohne Bewährung. Trotz der hohen Strafen wurden allein 2015 in Deutschland über 36.700 Ermittlungsverfahren der Steuerfahndung abgeschlossen. Abhilfe schaffen kann hier die Selbstanzeige, mit welcher Strafen vermieden werden und man „nur“ auf den Steuernachzahlungen sitzen bleibt.

Jetzt Selbstanzeige erstatten und straffrei bleiben


Wer eine Selbstanzeige erstattet, muss dem Finanzamt konkrete und vollständige Angaben zu den verschwiegenen Einkünften machen. Hat das Finanzamt schon Ermittlungen gegen Sie eingeleitet, ist eine Selbstanzeige nicht mehr möglich. Der wichtigste Vorteil: Bei einer Selbstanzeige kann man selber nicht bestraft werden. Allerdings muss man dann die bereits hinterzogenen Steuern und einen gewissen Zinssatz an das Finanzamt nachzahlen. Es ist also durchaus sinnvoll, über eine Selbstanzeige nachzudenken, wenn man selber weiß, dass das eigene Geldmanagement aus steuerlicher Sicht nicht korrekt läuft. Dafür ist jetzt noch der beste Zeitpunkt, denn in Zukunft wird wohl noch intensiver gegen Steuersünder vorgegangen werden.
Gerne berät Sie zum Thema Steuern und Steuernachzahlungen unser Rechtsanwalt und Steuerberater Frank Brüne und erstellt für Sie gegebenenfalls auch eine Selbstanzeige. In jedem Fall ist es aber ratsam, seine Steuerangelegenheiten von einem Fachmann überblicken und regelmäßig überprüfen zu lassen. Rufen Sie uns gerne an oder schreiben Sie uns eine E-Mail.

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