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Kategorie: Anwalt Wirtschaftsrecht , 23.03.2011

Bankgeschäfte im Internet – aber sicher!

Jeder dritte Deutsche wickelt Bankgeschäfte über das Internet ab. Vor zehn Jahren war es erst jeder Sechste. Von den Internetnutzern betreibt sogar fast jeder Zweite Online Banking. Das ist zweifellos bequem, denn man muss nicht aus dem Haus und ist von Öffnungszeiten der Bank unabhängig. Darüber hinaus bietet Online Banking oft auch noch Kostenvorteile.

Jeder dritte Deutsche wickelt Bankgeschäfte über das Internet ab. Vor zehn Jahren war es erst jeder Sechste. Von den Internetnutzern betreibt sogar fast jeder Zweite Online Banking. Das ist zweifellos bequem, denn man muss nicht aus dem Haus und ist von Öffnungszeiten der Bank unabhängig. Darüber hinaus bietet Online Banking oft auch noch Kostenvorteile.

Mit technischen und organisatorischen Maßnahmen gewährleisten die Banken die Sicherheit des Online-Banking und sie entwickeln ihre Online-Banking-Verfahren ständig weiter. Aber ganz gleich ob der Online-Banking-Nutzer iTAN, mobile TAN oder auch die chipTAN nutzt, er muss selbst auch einiges für seine Online-Banking-Sicherheit tun.

Die wichtigsten Tipps hierzu:

• Den eigenen Computer internetsicher machen:
Betriebssystem, Virenschutzprogramme, Firewall und alle Anwendungsprogramme des eigenen Rechners permanent aktualisieren. Sicherheits-Updates sofort einspielen. Zum Schutz vor schädlicher Software alle Laufwerke des Computers regelmäßig mit einem aktualisierten Antivirenprogramm überprüfen. Immer die aktuellste Version des Internetbrowsers verwenden.
• PIN/TAN schützen:
Persönliche Zugangsdaten wie PIN und TAN vor unberechtigtem Zugriff schützen. Darauf achten, dass diese Zugangsdaten nur eingegeben werden, wenn eine verschlüsselte und damit gesicherte Übertragung zwischen dem eigenen Computer und dem Rechner der Bank besteht. Das lässt sich unter anderem daran erkennen, dass die Internetadresse der Bank mit https:// beginnt.
• Wachsam bleiben:
Anhänge von E-Mails unbekannter Absender nicht öffnen. Es werden zum Beispiel als „Rechnungen“ getarnte trojanische Pferde per E-Mail versendet. Die Bank wird niemals per E-Mail oder telefonisch nach geheimen Zugangsdaten wie PIN oder TAN bzw. iTAN oder gar nach einer kompletten TAN-Liste fragen. Zur Freigabe eines Auftrags immer nur eine TAN eingeben.
• Konto- und Depotumsätze regelmäßig prüfen:
Treten Unstimmigkeiten auf, umgehend die Bank informieren. Wird vermutet, dass ein Unbefugter die geheimen Zugangsdaten (PIN oder TANs) kennt, sofort den Online-Zugang zum Konto sperren. Beispielsweise indem mehrmals eine falsche PIN eingegeben wird. Ist vom Konto bereits unberechtigterweise Geld abgebucht worden, nicht nur die Bank informieren, sondern auch Anzeige bei der Polizei erstatten.
• Anmeldepasswort oder PIN regelmäßig ändern:
Verlangt die Bank für die Anmeldung zum Online Banking ein Passwort, sollte es mindestens acht Stellen lang sein, aus einer Mischung aus Groß- und Kleinbuchstaben sowie Ziffern und Sonderzeichen bestehen und in regelmäßigen Abständen geändert werden. Wird eine – nur aus Zahlen bestehende – Online-Banking-PIN verlangt, so sollte auch diese regelmäßig geändert werden.

Unabhängig vom verwendeten Online-Banking-Verfahren ist der Kunde auf der sicheren Seite, wenn er seine Sorgfaltspflichten einhält. Im eigenen Interesse sollten Nutzer daher die Online-Banking-Bedingungen und Sicherheitshinweise der Bank lesen und sich daran orientieren.



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