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Familienrecht , 17.10.2017

Beibehaltung des Familiennamens für Kindeswohl förderlich

Beibehaltung des Familiennamens für Kindeswohl förderlich © mko - topopt

Nach der Trennung der Eltern besteht oft der Wunsch nicht nur den eigenen Nachnamen, sondern auch den Nachnamen der Kinder zu ändern. Das Verwaltungsgericht Koblenz hat entschieden, dass es für die Persönlichkeitsentwicklung eines Kindes wichtig sein kann, den ursprünglichen Familiennamen beizubehalten.

Eine Mutter hatte sich kurz der nach der Geburt ihrer Tochter vom Kindesvater getrennt. Das Kind führt als Nachnamen einen Doppelnamen, eine Zusammensetzung aus dem Nachnamen der Mutter und dem des Vaters. Als die Tochter 11 Jahre alt war, beantragte die Mutter den Nachnamen der Tochter allein in den Nachnamen der Mutter zu ändern. Sie begründete ihren Antrag damit, dass die Tochter aufgrund des Doppelnamens in der Schule geärgert werde.

Benachteiligung aufgrund des Doppelnamens nicht plausibel


Das Verwaltungsgericht Koblenz (Aktenzeichen 1 K 759/16.KO) erteilte dem Wunsch der Mutter auf Namensänderung eine Abfuhr. Sie habe nicht plausibel darlegen können, dass das Mädchen aufgrund des Doppelnamens in der Schule gehänselt werde. Auch eine Befragung der Lehrer habe dies nicht bestätigt. Für die Persönlichkeitsentwicklung und Selbstfindung des Kindes sei es aber förderlich, wenn es den Namen des Vaters beibehalte.

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