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Kategorie: Anwalt Strafrecht , 15.12.2016 (Lesedauer ca. 1 Minute)

Tod durch zu viele Fentanylpflaster - Arzt wird verurteilt!

Tod durch zu viele Fentanylpflaster - Arzt wird verurteilt! © pixelfokus - Fotolia

Ein Münchner Facharzt für Allgemeinmedizin und Anästhesiologie verabreichte in seiner Praxis an Patienten Fentanylpflaster -ohne medizinische Indikation. Jetzt wurde der Arzt vom Münchner Amtsgericht wegen der fahrlässigen Verabreichung von Betäubungsmitteln verurteilt.

Der Arzt gab einem Patienten im Abstand von wenigen Tagen fünf Mal Fentanylpflaster, ohne das es hierfür einen medizinischen Grund gab. Der Patient verstarb an einer Fentanylintoxikation. Ein Sachverständigengutachten ergab, dass eine Behandlung mit diesem Pflaster nicht angebracht war. Der Mann war alkohol-, nikotin- und drogenabhängig. Dies sei dem Arzt bekannt gewesen. Dem Arzt sei auch bekannt gewesen, dass der Mann eine Kombination aus Fentanylpflastern, Lorazepam und Lyrica in der höchsten Dosis einnahm – was ebenfalls medizinisch nicht zu begründen war.

Das Amtsgericht München (Aktenzeichen 1122 Ls 362 Js 117814/14) verurteilte den Arzt wegen fahrlässiger Verabreichung von Betäubungsmitteln zu einer Geldstrafe von 21.600 Euro. Zu seinen Lasten wertete das Münchner Gericht, dass der Arzt dem Patienten eine harte Droge gegeben habe. Fentanyl sei auf dem Drogenmarkt eines der gefährlichsten Betäubungsmittel.

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