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Strafrecht , 07.02.2017

Chat-Streit unter Schülern führt zu Körperverletzung und Schmerzensgeld

Chat-Streit unter Schülern führt zu Körperverletzung und Schmerzensgeld © rawpixel.com

Ein Schüler, der einen anderen Schüler mit einer sogenannten Kopfnuss für einen beleidigenden Chat-Eintrag bestrafte, muss diesem aufgrund der verursachten schweren Verletzungen rund 13.000 Euro Schmerzensgeld zahlen.

Im Chat als Hurensohn beschimpft


Der abgestrafte Schüler hatte den Angreifer zuvor in einem Chat als Hurensohn beleidigt. Daraufhin stellte der beleidigte Schüler ihn auf dem Nachhauseweg von der Schule, weil er ihn im Beisein anderer Mitschüler bestrafen wollte. Er erteilte ihm eine sogenannte Kopfnuss, die zu einer Schädelprellung, Gehirnerschütterung und Fraktur der Stirnhöhlenwand führte. Dem verletzten Schüler wurde in mehreren Operationen eine Metallplatte eingesetzt und entfernt – chronische Kopfschmerzen werden ihn ein Leben lang belasten.

Schmerzensgeld wegen dauerhafter Folgen und Wehrlosigkeit des Opfers


Das Oberlandesgericht Hamm (Aktenzeichen 9 U 135/15) verurteilte den Schüler zur Zahlung eines Schmerzensgeldes in Höhe von rund 13.000 Euro. Das hohe Schmerzensgeld sei aufgrund der brutalen Körperverletzung und deren dauerhafte Folgen gerechtfertigt. Der angegriffene Schüler habe sich nicht verteidigen können. Der Angreifer habe ihn absichtlich vor anderen Mitschülern bestrafen wollen.

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