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Kategorie: Anwalt Strafrecht , 12.09.2018 (Lesedauer ca. 1 Minute)

Drogen ins Gefängnis geschickt – Haftstrafe!

Drogen ins Gefängnis geschickt – Haftstrafe! © milkovasa - Fotolia

Ein Gefängnisinsasse, der sich zusammen mit seinem Hab und Gut aus der Obdachlosenunterkunft auch Marihuana ins Gefängnis nachschicken ließ, kassierte eine Freiheitsstrafe wegen unerlaubtem Besitz von Betäubungsmitteln in nicht geringen Mengen.

Dies entschied das Amtsgericht München (Aktenzeichen 1111 Ls 361 Js 111206/18) im Fall eines verurteilten Mannes, der seine Haftstrafe nicht freiwillig antrat, sondern festgenommen und in die Haftanstalt verbracht wurde. Der Mann ließ sich – wissentlich – zusammen mit seinen persönlichen Sachen auch rund 82 Gramm Marihuana ins Gefängnis nachschicken.

Das Amtsgericht München verurteilte den Strafgefangenen zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und einem Monat. Der Mann sei bereits mehrfach einschlägig strafrechtlich in Erscheinung getreten. Er habe die Absicht gehabt die Drogen bis zu seiner Haftentlassung zu lagern und dann zu konsumieren. Die Sozialprognose sei daher nicht günstig. Aus diesem Grund wurde die Strafe auch nicht zur Bewährung ausgesetzt.

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