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Kategorie: Anwalt Erbrecht , 04.10.2018 (Lesedauer ca. 1 Minute)

Ehefrau mit Feuerlöscher erschlagen – kein Erbe!

Ehefrau mit Feuerlöscher erschlagen – kein Erbe! © mko - topopt

Ein Mann, der seine Ehefrau mit einem Feuerlöscher erschlagen hat, ist erbunwürdig und scheidet aus der Erbfolge aus, entschied jüngst das Landgericht Köln.

Der Mann hatte seine Ehefrau zunächst mit einer Dose Bauschaum angegriffen und dann mit einem drei Kilo schweren Feuerlöscher auf sie eingeschlagen. Die Frau verstarb und der Mann wurde wegen seiner Tat verurteilt. Die Frau hinterließ ein Vermögen von rund 750.000 Euro und ein Testament, in dem der Ehemann als Vorerbe eingesetzt war. Ein späterer Nacherbe verlangte nun die gerichtliche Feststellung, dass der verurteilte Ehemann des Nachlasses unwürdig war.

Die sah das Landgericht Köln (Aktenzeichen 30 O 94/15) genauso. Nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch ist ein Erbe erbunwürdig, wenn er den Erblasser vorsätzlich getötet hat. Die rechtskräftige Verurteilung des Ehemannes zeige, dass von einer vorsätzlichen Straftat ausgegangen werden könne. Aus diesem Grund scheide der Ehemann aus der Erbfolge aus.

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