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Verkehrsrecht , 24.10.2016

Alkoholismus: Führerschein weg auch ohne Teilnahme am Straßenverkehr!

Alkoholismus: Führerschein weg auch ohne Teilnahme am Straßenverkehr! © Kadmy - Fotolia

Einem alkoholabhängigen Autofahrer kann die Fahrerlaubnis auch dann entzogen werden, wenn er gar nicht am Straßenverkehr alkoholisiert teilgenommen hat, entschied kürzlich das Verwaltungsgericht Neustadt.

Im zugrundeliegenden Fall war der Betroffene mit einer Atemalkoholkonzentration von 2,37 Promille bei sich zu Hause von der Polizei vorgefunden worden. Die zuständige Verkehrsbehörde ließ daraufhin ein ärztliches Gutachten über seine Fahreignung anfertigen. Dieses kam zu dem Ergebnis, dass der Mann alkoholabhängig ist. Ihm wurde so dann mit sofortiger Wirkung die Fahrerlaubnis entzogen.

Alkoholabhängigkeit an sich reicht für Fahrerlaubnisentzug aus


Zu Recht, entschied das Verwaltungsgericht Neustadt (Aktenzeichen 1 L 784/16.NW) Eine Alkoholabhängigkeit stehe einer Fahreignung entgegen. Bereits drei Jahre zuvor habe man eine Alkoholabhängigkeit bei dem Mann diagnostiziert. Dieses Mal habe er eine Woche lang täglich mehr als einen halben Liter Wodka und einen halben Liter Radler zu sich genommen, ohne dabei Nahrung aufzunehmen. Eine Alkoholabhängigkeit sei damit festgestellt. Für den Entzug der Fahrerlaubnis sei es nicht notwendig, dass der Mann auch tatsächlich alkoholisiert gefahren sei, so die Verwaltungsrichter.

erstmals veröffentlicht am 21.10.2016, letzte Aktualisierung am 24.10.2016

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